Open Art in München: Es gibt doch ein Morgen

Am Wochenende laden über 40 Galerien in München zu Ausstellungen mit Werken von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart ein.
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Schöner Schaumschlagen: Die Galerie Wolfgang Jahn zeigt neue Arbeiten aus Pigmenten und Seifenschaum von Jirí Georg Dokoupil.
Schöner Schaumschlagen: Die Galerie Wolfgang Jahn zeigt neue Arbeiten aus Pigmenten und Seifenschaum von Jirí Georg Dokoupil. © © Dokoupil/Jahn

Man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen, aber ein paar Münchner Galeristen feiern zumindest bei zweien mit: Vor vierzehn Tagen begann der Kunst-Herbst mit der noch eher jungen Initiative der "Various Others", an diesem Wochenende findet nun die fast schon traditionelle 33. Open Art statt.

Am Freitag um 16 Uhr eröffnet Kulturreferent Anton Biebl in der Galerie Thomas Modern (Türkenstraße 16) das Kunstwochenende, bei dem über 40 Galerien und 20 Kunst-Institutionen zu Ausstellungen und geführten Rundgängen einladen. Das Angebot ist - von klassisch modern bis zeitgenössisch - so üppig wie vielfältig:

Open Art in München: Über 40 Galerien und  20 Kunst-Institutionen

Die neue Galerie Heldenreizer Contemporary (Türkenstraße 32) stellt Bilder, Skulpturen und Video-Installationen des iranischen Künstler-Trios Ramin und Rokni Haerizadeh sowie Hesam Rahmanian vor, das sich als "Kreatur mit sechs Augen" bezeichnet. Die Galerie Filser & Gräf wiederum eröffnet ihre neuen Räume am Hofgarten (Galeriestraße 6) mit Werken der vier Münchner Akademie-Absolventen Judith Grassl, Lukas Hofmann, Christian Probst und Jan Rybnicek.

Die Galerie Tanit ist nach fast 50 Jahren an der Maximilianstraße ebenfalls an einem neuen Standort zu finden: nicht weit vom Sendlinger Tor (Reisingerstr. 6/Rgb.). Dort präsentiert Galeristin Naila Kunigk - deren Galerie und Wohnung in ihrer Heimat Beirut bei der großen Explosion 2020 völlig zerstört wurde - das Projekt "Imaginary Cities Chapter II". Darin rekonstruieren Nadim Asfar und Antoine Attalah Teile der libanesischen Hauptstadt, wie sie einst war - und träumen sie neu.

Galerist Walter Storms expandiert und hat quasi ums Eck dauerhaft einen Ausstellungsraum (Amalienstraße 22) eingerichtet, den er dem druckgrafischen Werk von Günter Fruhtrunk widmet - dessen Design für der Aldi-Tüte von 1970 der Kunst eine ungewöhnliche Breitenwirkung bescherte.

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Bei Rüdiger Schöttle (Amalienstraße 41) greift Toulu Hassani in ihrer Serie "Oh Be A Fine Girl Kiss Me" ebenso sophisticated wie ästhetisch cool zu den Sternen, und Sabine Knust & Matthias Kunz zeigen in ihrer Hauptgalerie (Ludwigstraße 7) italienische Künstler zwischen Arte Povera und Transavanguardia. Und Galeristin Margret Biedermann (Barer Str. 44) feiert heuer ihr Jubiläum mit der Schau "50 Jahre - 50 Positionen": Ihr Portfolio umfasst Kobell (über den sie promovierte) und die Simplicissimus-Zeichner ebenso wie Tapiés und Chillida. Hier fand und findet man Münchner Granden wie Toni Stadler und Franz Hitzler, aber auch jüngere Künstler wie Johannes Wende.


Open Art geöffnet heute (Freitag) 18 bis 21, Sa/So 11 bis 18 Uhr; geführte Rundgänge Sa 11/14/16 Uhr, So 11/14 Uhr (die Teilnahme kostet 10 Euro, Anmeldung unter info@muenchner-galerien.de oder  089/288 08 509)

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