Löwentraut kritisiert etablierte Galerien

Der 23 Jahre alte Maler Leon Löwentraut wünscht sich mehr Offenheit etablierter Galerien für junge Künstler - und mehr Mut. "Ich finde es, ehrlich gesagt, manchmal schwierig, wie Galeristen über junge Künstler sprechen. Wie viele Bilder haben diese Galeristen denn schon gemalt? Wissen die wirklich, wie es ist, im Atelier zu sein?", sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. Dort ist seit diesem Wochenende im Bayerischen Nationalmuseum seine Ausstellung "Leonismo" zu sehen.
| dpa
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Der Künstler Leon Löwentraut.
Der Künstler Leon Löwentraut. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild
München

"Viele Galeristen und Direktoren sagen: Wir wollen neue Wege gehen, um Kunst zugänglich zu machen. Aber wer von denen geht denn neue Wege? Wer nutzt denn neue Plattformen? Wer geht denn wirklich das Risiko ein?", sagte Löwentraut. "Alle wollen was Neues und anders sein, aber wer hat letztendlich den Mut dazu? Und wenn einer da ist, der das wirklich macht, ist das Geschrei groß. Das gibt mir aber nur recht in der Annahme, dass das, was ich mache, wirklich neu ist."

Löwentraut ist für seine farbenfrohen, großformatigen Werke bekannt, in der Kunstszene aber auch umstritten. Er begann nach eigenen Angaben im Alter von sieben Jahren zu malen. Als seine Markenzeichen nennt er: "Menschen, Figuren, Masken und Silhouetten". Er arbeitet vorwiegend in seinen Ateliers in Düsseldorf und Portugal. Das Magazin "Forbes" nahm ihn dieses Jahr in die Liste der 30 wichtigsten Personen aus dem deutschsprachigen Raum unter 30 Jahren auf.

© dpa-infocom, dpa:210829-99-10160/2

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