Ausstellung in der BMW Welt in München: Alle Art Cars an einem Ort

20 BMW Art Cars gibt es mittlerweile, Künstler von Alexander Calder bis Julie Mehretu haben sie gestaltet. Erstmals sind jetzt alle zusammen in München ausgestellt
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Die BMW Art Cars.
BMW 9 Die BMW Art Cars.
Für ein Mobile sind Autos zu schwer, aber man darf davon ausgehen, dass Alexander Calder zumindest kurz an einen solchen Einsatz dachte. Seinem Stil ist er jedenfalls treu geblieben. Die Formen, die er auf den BMW 3.0 CSL gemalt hat, könnte man ausschneiden und als Calder-Objekt aufhängen.
Der damals schon 77-jährige US-amerikanische Bildhauer war der erste, den BMW mit der künstlerischen Gestaltung eines Autos beauftragte. Und zwar für das berühmte 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Am 14. Juni 1975 ging der ehemalige Rennfahrer und Auktionator Hervé Poulain mit dem Flitzer an den Start – und schied bereits nach sieben Stunden aus. Beim Publikum kam der bunte Rennwagen dennoch gut an, und so wurde aus der einmaligen Aktion eine Serie.
BMW 9 Für ein Mobile sind Autos zu schwer, aber man darf davon ausgehen, dass Alexander Calder zumindest kurz an einen solchen Einsatz dachte. Seinem Stil ist er jedenfalls treu geblieben. Die Formen, die er auf den BMW 3.0 CSL gemalt hat, könnte man ausschneiden und als Calder-Objekt aufhängen. Der damals schon 77-jährige US-amerikanische Bildhauer war der erste, den BMW mit der künstlerischen Gestaltung eines Autos beauftragte. Und zwar für das berühmte 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Am 14. Juni 1975 ging der ehemalige Rennfahrer und Auktionator Hervé Poulain mit dem Flitzer an den Start – und schied bereits nach sieben Stunden aus. Beim Publikum kam der bunte Rennwagen dennoch gut an, und so wurde aus der einmaligen Aktion eine Serie.
Offensichtlich hatte John Baldessari einiges Vergnügen beim Auftragen der roten Farbe. Das BMW Art Car sei das schnellste Kunstwerk, das er je kreiert habe, sagte der Künstler, der – auch das ein O-Ton – „Punkte über die Gesichter von Leuten klebt“. Insofern ist seine Gestaltung eines BMW M6 GTLM ein typischer Baldessari. 2016 wurde das Gefährt auf der Art Basel Miami vorgestellt. Mit roten, gelben, blauen und grünen Punkten und Flächen.
Chris Tedesco 9 Offensichtlich hatte John Baldessari einiges Vergnügen beim Auftragen der roten Farbe. Das BMW Art Car sei das schnellste Kunstwerk, das er je kreiert habe, sagte der Künstler, der – auch das ein O-Ton – „Punkte über die Gesichter von Leuten klebt“. Insofern ist seine Gestaltung eines BMW M6 GTLM ein typischer Baldessari. 2016 wurde das Gefährt auf der Art Basel Miami vorgestellt. Mit roten, gelben, blauen und grünen Punkten und Flächen.
Mit einer gewissen Selbstironie erzählt Jeff Koons von seiner Leidenschaft fürs Autofahren. Allerdings müssten die vielen Kinder untergebracht werden, deshalb sei er auf die ausladenden, aber keineswegs rasanten Familienschesen umgestiegen. Zu allem Übel würden sich die Schratzen dann noch lustig machen oder ihn auffordern, den einen oder anderen Wagen zu überholen.
Wahrscheinlich träumt Daddy Koons dann von seinen wilden Zeiten um 1990 in München und vor allem vom BMW M3 GTW, dem er 2010 ein ziemlich explosives Design angedeihen ließ. Die Farben leuchten, ach was, sie pulsieren einen schwindelig. Sogar das Weiß musste so sehr strahlen, dass BMW bei der Vorführung eigentlich Sonnenbrillen verteilen sollte.
(BMW Group MediaPool) 9 Mit einer gewissen Selbstironie erzählt Jeff Koons von seiner Leidenschaft fürs Autofahren. Allerdings müssten die vielen Kinder untergebracht werden, deshalb sei er auf die ausladenden, aber keineswegs rasanten Familienschesen umgestiegen. Zu allem Übel würden sich die Schratzen dann noch lustig machen oder ihn auffordern, den einen oder anderen Wagen zu überholen. Wahrscheinlich träumt Daddy Koons dann von seinen wilden Zeiten um 1990 in München und vor allem vom BMW M3 GTW, dem er 2010 ein ziemlich explosives Design angedeihen ließ. Die Farben leuchten, ach was, sie pulsieren einen schwindelig. Sogar das Weiß musste so sehr strahlen, dass BMW bei der Vorführung eigentlich Sonnenbrillen verteilen sollte.
In diese Muster möchte man sich sofort einhüllen. Esther Mahlangu hat die traditionellen Farben und geometrischen Ornamente der Ndebele auf den BMW 525i übertragen und 1991 einen Hit gelandet. Normalerweise werde damit Hausfassaden dekoriert. Nur eine Woche lang hat die mittlerweile 90-jährige Südafrikanerin wie verrückt gemalt. Sie war die erste Frau, die für ein Art Car ausgewählt wurde.
BMW 9 In diese Muster möchte man sich sofort einhüllen. Esther Mahlangu hat die traditionellen Farben und geometrischen Ornamente der Ndebele auf den BMW 525i übertragen und 1991 einen Hit gelandet. Normalerweise werde damit Hausfassaden dekoriert. Nur eine Woche lang hat die mittlerweile 90-jährige Südafrikanerin wie verrückt gemalt. Sie war die erste Frau, die für ein Art Car ausgewählt wurde.
"Kunst auf einem plastischen Objekt hat mich interessiert“, erklärte A. R. Penck 1991, als er einen BMW Z1 mit seinen sehr eigenen, tendenziell archaischen Zeichen bepinselte. Unwillkürlich muss man bei Penck immer an Höhlenmalerei denken. Auf einem 170-PS-Roadster mit elektrisch nach unten versenkbaren Seitentüren hat das bis heute einen ganz besonderen Reiz.
BMW 9 "Kunst auf einem plastischen Objekt hat mich interessiert“, erklärte A. R. Penck 1991, als er einen BMW Z1 mit seinen sehr eigenen, tendenziell archaischen Zeichen bepinselte. Unwillkürlich muss man bei Penck immer an Höhlenmalerei denken. Auf einem 170-PS-Roadster mit elektrisch nach unten versenkbaren Seitentüren hat das bis heute einen ganz besonderen Reiz.
Bei den beiden Dackeln dürfte es sich um Stanley und Little Boodge handeln. David Hockney hatte die beiden überall dabei und nahm sie sogar mit ins Bett. Dagegen war so ein Art Car eher unbequem. Aber die Burschen schien das 1995 eh nicht zu interessieren. Und Herrchen beim Malen kannten sie ja. Das heißt, beim Malen von Swimmingpool-Bildern. Hockney dachte sich für den BMW 850 CSi etwas Besonderes aus: Er übertrug die Innenwelt des Autos nach außen, so, als ob man hineinsehen könnte. Auf der Tür ist der Fahrer schemenhaft zu erkennen, auf dem Rücksitz Dackel Stanley.
BMW 9 Bei den beiden Dackeln dürfte es sich um Stanley und Little Boodge handeln. David Hockney hatte die beiden überall dabei und nahm sie sogar mit ins Bett. Dagegen war so ein Art Car eher unbequem. Aber die Burschen schien das 1995 eh nicht zu interessieren. Und Herrchen beim Malen kannten sie ja. Das heißt, beim Malen von Swimmingpool-Bildern. Hockney dachte sich für den BMW 850 CSi etwas Besonderes aus: Er übertrug die Innenwelt des Autos nach außen, so, als ob man hineinsehen könnte. Auf der Tür ist der Fahrer schemenhaft zu erkennen, auf dem Rücksitz Dackel Stanley.
Das Auto sollte nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im Herzen Rennen fahren“. Ob der BMW M6 GT3, den Cao Fei vor zehn Jahren zum Art Car beförderte, ein Fall für den Kardiologen ist, muss das Publikum entscheiden. Zudem betont die chinesische Multimediakünstlerin, dass ihr Design die Grenzen des menschlichen Denkens thematisiere. Man muss freilich hinzufügen, dass es nicht nur um das abgebildete Auto geht. Cao Feis Art Car wird von einer Augmented-Reality-Installation begleitet, die mithilfe einer App bunte Lichtschweife über dem Gefährt aufblitzen lässt. Die hätten den brasilianischen Rennfahrer Augusto Farfus beim FIA GT World Cup in Macau aber sicher irritiert.
Liu Chunquan 9 Das Auto sollte nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im Herzen Rennen fahren“. Ob der BMW M6 GT3, den Cao Fei vor zehn Jahren zum Art Car beförderte, ein Fall für den Kardiologen ist, muss das Publikum entscheiden. Zudem betont die chinesische Multimediakünstlerin, dass ihr Design die Grenzen des menschlichen Denkens thematisiere. Man muss freilich hinzufügen, dass es nicht nur um das abgebildete Auto geht. Cao Feis Art Car wird von einer Augmented-Reality-Installation begleitet, die mithilfe einer App bunte Lichtschweife über dem Gefährt aufblitzen lässt. Die hätten den brasilianischen Rennfahrer Augusto Farfus beim FIA GT World Cup in Macau aber sicher irritiert.
Julie Mehretu gehört zu den angesagten Künstlerinnen, vor zwei Jahren wurde der US-Amerikanerin im Palazzo Grassi in Venedig ihre bislang größte Ausstellung ausgerichtet. Da blieb einem fast die Luft weg. In dieser Zeit hat sie auch einen BMW M Hybrid V8 in ihre typischen „Psychogeografien“ gekleidet. Mehretu legt vieles übereinander: Fotos, Social-Media-Einträge oder Zitate aus Musik und Literatur, die sie schließlich verfremdet, verpixelt und übermalt. Das kann rasant werden wie eine Fahrt im Rennauto. Julie trägt schon mal die passende Lederkluft.
BMW 9 Julie Mehretu gehört zu den angesagten Künstlerinnen, vor zwei Jahren wurde der US-Amerikanerin im Palazzo Grassi in Venedig ihre bislang größte Ausstellung ausgerichtet. Da blieb einem fast die Luft weg. In dieser Zeit hat sie auch einen BMW M Hybrid V8 in ihre typischen „Psychogeografien“ gekleidet. Mehretu legt vieles übereinander: Fotos, Social-Media-Einträge oder Zitate aus Musik und Literatur, die sie schließlich verfremdet, verpixelt und übermalt. Das kann rasant werden wie eine Fahrt im Rennauto. Julie trägt schon mal die passende Lederkluft.

Der Start war rasant und sollte ein einmaliges Kunsterlebnis bescheren: 1975 entwarf Alexander Calder eine „rollende Skulptur“ für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans – und damit das erste BMW Art Car.

Das Auto kam bei der Präsentation in Paris so gut an, dass eine Serie ihren Anfang nahm. Alle zwei Jahre wurden Künstler und seit 1991 mit Esther Mahlangu auch Künstlerinnen eingeladen, einen BMW – vom 3.0 CSL bis hin zum M Hybrid V8 – zu gestalten. 

20 sind es inzwischen und nun erstmals in der Münchner BMW Welt an einem Ort versammelt. Darunter auch Olafur Eliassons „BMW H2R Project“ aus reflektierendem Metall, das mit mehreren Schichten gefrorenen Wassers überzogen ist – „eine poetische Reflexion über Nachhaltigkeit“... 

Bis 31. August in der BMW Welt, Am Olympiapark 1, täglich von 9 bis 18 Uhr, Eintritt frei

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