Wie geht es mit den Filmfestspielen von Cannes weiter?

Wegen der Corona-Krise sollten die Internationalen Filmfestspiele von Cannes Ende Juni oder Anfang Juli 2020 stattfinden. Das ist nun allerdings nicht möglich.
| (wue/spot)
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Festivaldirektor Thierry Fremaux (l.) mit Regisseur Martin Scorsese
Denis Makarenko / Shutterstock.com Festivaldirektor Thierry Fremaux (l.) mit Regisseur Martin Scorsese

Mitte März gaben die Organisatoren der Internationalen Filmfestspiele von Cannes bekannt, dass das Filmfestival wegen der Corona-Krise verschoben wird. Doch auch der geplante Ausweichzeitraum kann nun nicht eingehalten werden. Die Veranstalter nannten damals noch keinen festen neuen Termin, erklärten allerdings, dass man mit Ende Juni oder Anfang Juli 2020 plane. Eigentlich hätten die Festspiele ursprünglich Mitte Mai stattfinden sollen.

Die Verschiebung auf Juni oder Juli "sei keine Option mehr", heißt es in einem Statement. Es sei mittlerweile klar, dass es schwierig sein werde, das Festival "in seiner ursprünglichen Form" abzuhalten. Man befinde sich in Gesprächen mit vielen französischen und internationalen Vertretern der Filmbranche, um über mögliche Lösungen zu diskutieren. Alle seien sich einig, dass nun auch alternative Wege geprüft werden müssten. "Wir hoffen, dass wir bald bekanntmachen können, in welcher Form Cannes 2020 stattfinden wird."

Hier gibt es das Buch "Cannes Cinema: A visual history of the world's greatest film festival"

Im Herbst oder doch online?

In Frankreich werde derzeit gemunkelt, dass die Internationalen Filmfestspiele vielleicht im Herbst stattfinden könnten, wie das US-Branchenblatt "Variety" berichtet. Alleine für September sind allerdings bereits die Filmfestivals in Venedig, Toronto und San Sebastián geplant.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass das Filmfest doch virtuell stattfindet. Vergangene Woche hatte Festivaldirektor Thierry Fremaux (59) allerdings bereits im Gespräch mit "Variety" erklärt, dass es sich seiner Meinung dabei um ein Modell handle, "das nicht funktionieren würde". Es fehlten "Seele, Geschichte und Effizienz".

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