Wie "Frankenstein" und "The Bride!": Die besten Zwillingsfilme

Wie gerade "Frankenstein" und "The Bride!", oder "Armageddon vs. "Deep Impact" und "Olympus Has Fallen" vs. "White House Down" - Immer wieder laufen innerhalb kürzester Zeit zwei thematisch verwandte Filme in den Kinos. Oft gibt es bei dieser Konstellation klare Gewinner und Verlierer.
von  (smi/spot)
Jacob Elordi (l.) in "Frankenstein" oder Christian Bale in "The Bride!": Wer ist das bessere Monster?
Jacob Elordi (l.) in "Frankenstein" oder Christian Bale in "The Bride!": Wer ist das bessere Monster? © Netflix / Warner Bros.

Am 5. März 2026 startet "The Bride! - Es lebe die Braut" - eine freie Bearbeitung der Frankenstein-Saga mit Christian Bale (52). Nur wenige Monate nach "Frankenstein" von Guillermo del Toro mit Jacob Elordi (28) als künstlichem Menschen läuft also erneut eine Bearbeitung von Mary Shelleys Roman von 1818 in den Kinos. Thematisch verwandte Werke, die innerhalb kurzer Zeit anlaufen: Dieses Phänomen gibt es in der Filmgeschichte immer wieder. Zwillingsfilme wird es treffend genannt.

"Dracula" vs. "Nosferatu"

Erst kürzlich erlebte eine weitere klassische Horrorgestalt ein doppeltes Revival. "Leon der Profi"-Regisseur Luc Besson brachte im Sommer 2025 "Dracula - Die Auferstehung" in die französischen Kinos. Ein halbes Jahr, nachdem Robert Eggers mit "Nosferatu - Der Untote" sich ebenfalls an Bram Stokers Vampirstory versucht hatte. Kommerziell und bei den Kritikern war "Nosferatu" der klare Sieger. Denn meistens unterscheiden sich die Rezeption von Zwillingsfilmen deutlich. Ein Film schluckt in der öffentlichen Wahrnehmung oft seinen Konkurrenten.

"Dante's Peak" vs. "Volcano"

Zwei Vulkanausbruchsspektakel innerhalb von zwei Monaten. Im Februar 1997 startete "Dante's Peak" mit Pierce Brosnan, im April zog "Volcano" mit Tommy Lee Jones nach. "Dante's Peak" punktet mit einer höheren Authentizität als der jüngere Zwilling.

Anders als bei "Volcano" ließen sich die Macher von Geologen beraten. Der Lohn: "Dante's Peak" spielte an den Kinokassen mehr ein als "Volcano", der aber ebenfalls kein Flop war.

"Armageddon vs. "Deep Impact"

Was 1997 der Vulkan war, war ein Jahr später ein Himmelskörper. In "Armageddon" bedroht ein Asteroid die Menschheit, in "Deep Impact" ein Komet. Beide Filme gingen unterschiedlich an das ähnliche Thema heran. "Deep Impact" beleuchtet das Verhalten der Menschen im Angesicht des Weltuntergangs, "Armageddon" zeigt eine breitbeinige Rettungsmission.

Der Sieger an den Kinokassen war, auch dank Stars wie Bruce Willis und Ben Affleck, natürlich "Armageddon".

"Antz" vs. "Das große Krabbeln"

Nach dem ganz großen Rahmen, der Vernichtung der Welt, wandten sich im Jahr 1998 zwei Filme dem Mikrokosmos zu. "Antz" und "Das große Krabbeln" widmeten sich dem Leben der Ameisen. "Antz" war der erste Animationsfilm der 1994 gegründeten Produktionsfirma Dreamworks, die damit Marktführer Disney herausfordern wollte. "Das große Krabbeln" war wiederum nach "Toy Story" der zweite abendfüllende Computertrickfilm von Pixar, das später von Disney aufgekauft wurde.

Trotz Stars wie Woody Allen, Sylvester Stallone oder Sharon Stone als Sprecher hatte das anspruchsvollere "Antz" das kommerzielle Nachsehen gegenüber dem kindgerechten "großen Krabbeln".

"The Prestige" - "The Illusionist"

"The Illusionist" mit Edward Norton legte im August vor, Christopher Nolans "The Prestige" mit Christian Bale und Hugh Jackman zog im Oktober nach. 2006 beschäftigten sich gleich zwei ambitionierte Filme mit dem nicht gerade massentauglichen Thema: "Zauberer um 1900".

"The Prestige" spielte 109 Millionen Dollar ein, "The Illusionist" 87 Mio. Im kollektiven Gedächtnis hängte Nolans Magier-Duell den älteren Zwillingsbruder deutlich ab, "The Illusionist" ist heute so gut wie vergessen.

"Freundschaft Plus" vs. "Freunde mit gewissen Vorzügen"

Nicht nur die Titel sind nahezu identisch, sondern auch die Storys. Attraktive junge Leute wollen nur Freundschaft plus Sex, verlieben sich aber. In "Freundschaft Plus" (Januar 2011) sind es Natalie Portman und Ashton Kutcher, in "Freunde mit gewissen Vorzügen" (Juli 2011) Mila Kunis und Justin Timberlake.

Auch das Einspielergebnis war bei den beiden romantischen Komödien nahezu identisch, beide setzten rund 150 Millionen Dollar um.

"Olympus Has Fallen" vs. "White House Down"

Terroristen stürmen das Weiße Haus, der Präsident schlägt mithilfe eines Sicherheitsexperten zurück. Auf diese bizarre Idee kamen im Jahr 2013 gleich zwei Filme.

"White House Down" mit Channig Tatum und Jamie Foxx floppte, während "Olympus Has Fallen" mit Gerard Butler, Aaron Eckhart zwei Fortsetzungen und eine Serie nach sich zog.

"Pinocchio" vs. "Guillermo del Toros Pinocchio"

Wie aktuell bei Frankenstein gab es schon 2022 eine Zwillingskonstellation um eine beliebte literarische Figur des 18. Jahrhunderts. Und ebenfalls war Guillermo del Toro beteiligt. Seine im November 2022 angelaufene Version des Kinderbuchs von Carlo Collodi gewann den Oscar als bester Animationsfilm.

Damit stellte er Disneys Realfilmremake desselben Stoffes völlig in den Schatten. Das war im September nicht im Kino, sondern direkt bei Disney+ gestartet - und bekam die Goldene Himbeere als schlechteste Neuverfilmung oder Abklatsch.

"Immaculate" und "Das erste Omen"

Zwei Horrorfilme um schwangere Nonnen in einem Monat? Die auch noch beide in Italien spielen. Dieses Kuriosum geschah im April 2024.

Sowohl "Immaculate" mit Sydney Sweeney als auch das Prequel zu "Das Omen" (1976) schnitten bei Kritikern und Publikum ordentlich, aber nicht großartig ab.

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