Weiter gleichauf: "Blood & Sinners" und "One Battle After Another"

In einer Woche wissen Filmfans in aller Welt, welche Künstlerinnen, Künstler und Filme 2026 mit den begehrten Academy Awards ausgezeichnet wurden. Vor der Oscarverleihung, die in diesem Jahr in der Nacht vom 15. auf den 16. März über die Bühne gehen wird, fanden am Wochenende in den USA noch mehrere Awards-Shows statt. Und einmal mehr hat sich gezeigt, dass die Oscar-Favoriten "One Battle After Another" und "Blood & Sinners" beinahe gleichaufliegen.
"Blood & Sinners" hat bei Saturn Awards die Nase vorn
So räumte Ryan Cooglers (39) "Blood & Sinners" etwa bei den 53. Saturn Awards in Los Angeles den Preis für den besten Thriller ab. Die Saturn Awards ehren seit Jahrzehnten die besten Werke aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in Film und Fernsehen. Einen Hauptpreis für den besten Film des Jahres wie bei der Oscarverleihung gibt es hier nicht. Die Preise werden nach Filmgenres aufgeteilt. "One Battle After Another" war als bester Action- oder Adventure-Film nominiert, unterlag jedoch in dieser Kategorie "Mission: Impossible - The Final Reckoning".
Gleichstand bei den Writers Guild Awards
Besser lief es für die subversive Komödie mit Leonardo DiCaprio (51) in der Hauptrolle bei den Writers Guild Awards, die am Sonntag in Los Angeles verliehen wurden. Hier gewann Filmemacher Paul Thomas Anderson (55) den Preis für das beste adaptierte Drehbuch. Für "One Battle After Another" hat Anderson den Roman "Vineland" von Kult-Autor Thomas Pynchon (88) lose adaptiert.
Doch der zweite große Preis des Abends der Gewerkschaft der Autorinnen und Autoren in der Film- und Fernsehindustrie der Vereinigten Staaten ging, wie sollte es anders sein, an "Blood & Sinners". Cooglers Werk wurde in der Kategorie bestes Originaldrehbuch ausgezeichnet.
Weitere Siege beider Oscar-Favoriten
Auch bei einer Reihe weiterer Awards-Shows vom vergangenen Wochenende konnten beide Werke Preise mit nach Hause nehmen. So gewann etwa "Blood & Sinners" gleich doppelt bei den Golden Reel Awards der Film-Sound-Editoren.
"One Battle After Another" wurde indes bei den American Society of Cinematographers Awards ausgezeichnet. Bei der Awards-Show der Vereinigung der US-Kameraleute gewann Kameramann Michael Bauman - und setzte sich unter anderem gegen "Blood & Sinners"-Kamerafrau Autumn Durald Arkapaw durch.
In die 98. Oscarverleihung geht "Blood & Sinners" mit 16 Nominierungen. Ein Rekord, denn so viele erhielt bislang kein Film in der langen Geschichte der Academy Awards. Doch auch hier ist "One Battle After Another" Ryan Cooglers Werk dicht auf den Fersen. Auch Paul Thomas Andersons Erfolgsfilm geht mit bärenstarken 13 Nominierungen in die Oscarverleihung.