Von De Niro bis Coppola: Zahlreiche Stars gegen Hollywood-Mega-Deal
Während die Aktionäre von Warner Bros. Discovery am Donnerstag grünes Licht für eine geplante, 111 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme durch Paramount Skydance gegeben haben, formiert sich in Hollywood weiter prominenter Widerstand. Robert De Niro (82), Sofia Coppola (54) und Holly Hunter (68) gehören zu den jüngsten Unterzeichnern eines offenen Briefes gegen den Mega-Deal, berichtet das US-Branchenblatt "Variety". Bis Donnerstagmorgen US-Zeit hatten bereits 4.194 Branchenvertreter den Aufruf unterschrieben. Auch 75 Oscarpreisträger und Nominierte gehören mittlerweile zu den Unterzeichnern.
Was die Filmschaffenden befürchten
In dem Schreiben drücken die Unterzeichnenden ihre "unmissverständliche Ablehnung" der Fusion aus. Sie würde ihrer Einschätzung nach "eine ohnehin schon konzentrierte Medienlandschaft weiter festigen und den Wettbewerb in einer Zeit einschränken, in der unsere Branchen - und das Publikum, das wir bedienen - dies am wenigsten gebrauchen können. Die Folge wären weniger Möglichkeiten für Kreative, weniger Arbeitsplätze im gesamten Produktionsökosystem, höhere Kosten und eine geringere Auswahl für das Publikum in den Vereinigten Staaten und weltweit", heißt es in dem Schreiben.
Weiter wird erwähnt, dass die Zahl der großen Filmstudios sich durch den Deal auf nur noch vier reduzieren würde. Die Liste der Prominenten, die den Brief bereits unterzeichnet haben, ist lang. Dazu zählen dazu unter anderem Florence Pugh, Pedro Pascal, Edward Norton, Joaquin Phoenix, Ben Stiller, Kristen Stewart und Bryan Cranston. Auch Regie-Größen wie David Fincher, Denis Villeneuve, Yorgos Lanthimos und J.J. Abrams sowie weitere große Namen wie Jane Fonda, Glenn Close, Mark Ruffalo oder Lin-Manuel Miranda haben unterschrieben.
Noch ist der Deal nicht durch
Abgeschlossen ist die Fusion trotz des heutigen klaren Aktionärsvotums noch nicht. Sowohl US-amerikanische als auch europäische Regulierungsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. Zudem könnten Generalstaatsanwälte einzelner US-Bundesstaaten mit Klagen gegen die Fusion vorgehen.
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