Supergirl, He-Man und der König der Diebe a.D.: Die Kinotipps im Juni

Bei der Macht von Greyskull - das Kinoprogramm im Juni hat es wahrlich in sich! Los geht es am Donnerstag, 4. Juni, mit der Realverfilmung "Masters of the Universe" über die berühmte Fehde zwischen He-Man und Skeletor. Dann mutiert Hugh "Wolverine" Jackman (57) vom gealterten, lebensmüden Comic-Recken zum gealterten, lebensmüden König der Diebe in "The Death of Robin Hood". Und zum Abschluss geht "House of the Dragon"-Entdeckung Milly Alcock (26) auf ihr erstes Solo-Abenteuer als "Supergirl".
"Masters of the Universe", 4. Juni
Nach 15 Jahren der Trennung führt das Schwert der Macht Prinz Adam (Nicholas Galitzine) zurück nach Eternia und er entdeckt, dass seine Heimat unter der heimtückischen Herrschaft von Skeletor (Jared Leto) in Trümmern liegt. Um seine Familie und seine Welt zu retten, muss sich Adam mit seinen engsten Verbündeten zusammenschließen - Teela (Camila Mendes) und Duncan alias Man-At-Arms (Idris Elba) - und sein wahres Schicksal als He-Man, dem mächtigsten Mann des Universums, annehmen.
Einschätzung:
Knapp 40 Jahre ist es her, dass Dolph Lundgren in der ersten Realverfilmung zu He-Man wurde. Mit der ursprünglichen Zeichentrickvorlage hatte die Version von 1987 aber bis auf einzelne Versatzstücke nicht viel gemein. Wesentlich originalgetreuer kommt die neue Umsetzung von Regisseur Travis Knight daher. Eine leichte Geburt war "Masters of the Universe" aber dennoch nicht. Erst nach Jahren in der "Produktionshölle" nahmen sich schließlich die Amazon MGM Studios des Stoffes an. Spätestens zum Kinostart wird sich zeigen, ob Jared Leto wirklich zu jenem Kassengift verkommen ist, als das ihn die immer zahlreicheren Unkenrufe gerne verunglimpfen. Wobei er in dem Streifen ja nur mit seiner Stimme (also im englischen Original) zu hören sein wird.
"The Death of Robin Hood", 18. Juni
Ein vom Leben gezeichneter Einzelgänger, der nach einem Leben voller Verbrechen und Mord mit seiner Vergangenheit ringt, wird schwer verletzt von einer mysteriösen Frau gefunden, die ihm eine Chance auf Erlösung bietet. Es sind die letzten Tage des gesetzlosen Robin Hood (Hugh Jackman).
Einschätzung:
Als lebensmüder Wolverine wusste Hugh Jackman im gelungenen "Logan" bereits vollends zu überzeugen. Wie wird er als vom Leben (und vom Tod so vieler Menschen) gezeichneter Robin Hood auf das Publikum wirken? Dem berühmten König der Diebe wurden schon mannigfache Filme gewidmet. Von Klamauk der Marke "Helden in Strumpfhosen" bis hin zu regelrechten Actionfilmen wie dem schwer zu ertragenden "Robin Hood" von 2018 mit Taron Egerton. Der Ansatz von Michael Sarnoski in "The Death of Robin Hood" hat viel Potenzial. Nicht nur wegen Allzweckwaffe Jackman, sondern wegen Sarnoski selbst. Mit seinem überraschend tiefschürfenden Film "Pig" mit Nicholas Cage hat er bereits bewiesen, interessante Geschichten erzählen zu können.
"Supergirl", 25. Juni
Kara Zor-El - alias Supergirl (Milly Alcock) - sieht sich mit einem unerwarteten und skrupellosen Gegner konfrontiert. Widerwillig tut sie sich mit einem ungewöhnlichen Verbündeten zusammen und begibt sich auf eine spektakuläre Reise durch das Universum, um Gerechtigkeit zu erlangen und Vergeltung zu üben.
Einschätzung:
Ihr Cousin Superman (David Corenswet) bekam im vergangenen Jahr schon eine erfolgreiche Frischzellenkur in Form eines neuen Kinofilms, nun ist Supergirl an der Reihe. Ihr Kurzauftritt in "Superman" hatte schon Lust auf mehr gemacht, hoffentlich wurde ihrer Figur eine würdige und nicht zu generische Story spendiert. Denn Helden wider Willen, die über sich hinauswachsen müssen, hatten wir nun doch schon zur Genüge. Dass Alcock das Zeug hat, um vielschichtige Figuren zu verkörpern, bewies die australische Darstellerin eindrucksvoll in ihrem leider viel zu kurzen Einsatz als Rhaenyra Targaryen in "House of the Dragon".