Südkorea feiert den Oscar-Erfolg von "KPop Demon Hunters"

"KPop Demon Hunters" gewann bei der Oscarverleihung gleich zwei Goldjungen. Der Doppelerfolg des Animationsfilms wird in Südkorea begeistert gefeiert.
(ae/spot) |
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Sängerin Ejae hält den Oscar für den besten Song in den Händen: "Golden" aus "KPop Demon Hunters".
Sängerin Ejae hält den Oscar für den besten Song in den Händen: "Golden" aus "KPop Demon Hunters". © imago images/AFF-USA/OConnor-Arroyo

Der Netflix-Megahit "K-Pop-Demon Hunters" war bei den Oscars in zwei Kategorien nominiert: als bester Animationsfilm und für den besten Originalsong mit dem Titel "Golden". In der Nacht zu Montag konnte der Film beide Preise in Los Angeles gewinnen. In Südkorea werden die Erfolge begeistert gefeiert.

Südkoreanische Kultur in der Welt angekommen

Wie "The Guardian" berichtet, überschlugen sich nach dem Doppelsieg in den lokalen Medien die Schlagzeilen: Der Animationsfilm habe "den Höhepunkt seines Hypes" erreicht. Die Wirtschaftszeitung "Hankyung" sprach sogar von einem "Wunder", das Südkoreas wachsenden kulturellen Einfluss auf der Weltbühne unterstreiche. Auch Popkulturkritiker Jung Duk-hyun lobte den Film gegenüber der Nachrichtenagentur "Yonhap" als "Paradebeispiel dafür, wie lokale Kultur auf ein globales Niveau gehoben wird".

In ihrer tränenreichen Dankesrede machte die koreanisch-kanadische Regisseurin Maggie Kang (44) deutlich, dass der Oscarsieg "für Korea und alle Koreaner" gelte. Auch die Gala selbst stand im Zeichen des Films: Die Hymne "Golden" wurde im Dolby Theatre mit 24 Tänzern, Pansori-Gesang und Trommeln inszeniert, während Weltstars wie Leonardo DiCaprio und Steven Spielberg im Publikum mit K-Pop-Leuchtstäben mitfieberten. Lokale Medien schwärmten daraufhin, die südkoreanische Kultur sei nun endgültig im Herzen Hollywoods angekommen.

Ein Sequel soll folgen

Der Fantasyfilm "K-Pop Demon Hunters" ist mit mehr als 500 Millionen Aufrufen weltweit der meistgesehene Film der Streamingplattform. Erzählt wird die Geschichte der K-Pop-Gruppe HUNTR/X, deren Musik die Welt im Verborgenen vor Dämonen aus einer anderen Dimension schützt. Zwar handelt es sich um eine US-Produktion, doch mit der koreanisch-kanadischen Regisseurin Maggie Kang sowie mehreren koreanischen und koreanisch-amerikanischen Synchronsprechern weist der Film einen starken koreanischen Bezug auf. Auch visuell orientiert sich die Produktion deutlich an koreanischer Ästhetik und traditioneller Kultur. Kurz vor den Oscars wurde zudem bekannt, dass nach der Awards-Saison angesichts des enormen Erfolgs bereits ein Sequel geplant ist.

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