Stylischer Teufel und teuflischer Kreml-Zar: Die Kinotipps im April

Prada, Putin oder doch lieber King of Pop? Das Kino hält im April eine höchst abwechslungsreiche Filmunterhaltung parat.
(stk/spot) |
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Meryl Streep als Kultbiest Miranda Priestly und Jude Law als Kreml-Despot Putin.
Meryl Streep als Kultbiest Miranda Priestly und Jude Law als Kreml-Despot Putin. © YouTube/20th Century Studios DE / Constantin Film

Trägt der Teufel auch 20 Jahre später noch so verboten gut Prada? Was treibt einen Machtmenschen wie Wladimir Putin (73) an? Und wie wird man eigentlich zum "King of Pop"? Im April kommen dank "Der Teufel trägt Prada 2", "Der Magier im Kreml" und dem Biopic "Michael" Fans jedweder Film-Couleur auf ihre Kosten.

"Der Magier im Kreml", 9. April

Russland, Anfang der 1990er Jahre: Die Sowjetunion ist zerbrochen, das Land sucht nach neuer Orientierung. In diesem Durcheinander bahnt sich ein hochintelligenter junger Mann seinen Weg nach oben: Wadim Baranow (Paul Dano). Der ehemalige Avantgarde-Künstler und spätere Reality-TV-Produzent wird zum inoffiziellen Berater eines früheren KGB-Agenten, der sich anschickt, die absolute Macht zu übernehmen. Ein Mann, den die Welt bald als "den Zaren" kennen wird: Wladimir Putin (Jude Law). Tief im Inneren des Machtapparats zieht Baranow die Fäden des neuen Russlands und formt Reden, Narrative und Weltbilder nach seinem Willen. Doch eine Person entzieht sich seinem Einfluss: Ksenia (Alicia Vikander), eine freiheitlich gesinnte und unabhängige Frau, die für ihn die Möglichkeit eines anderen Lebens verkörpert - fern von Politik, Macht und Kontrolle.

Einschätzung:

Der Film von Regisseur Olivier Assayas basiert auf dem gleichnamigen Buch und thematisiert den Aufstieg eines Machtmenschen, der spätestens seit dem Überfall auf die Ukraine mehr denn je im Zentrum des geopolitischen Geschehens steht. Was treibt Putin an, und wie wird man zu so einem Menschen? "Der Magier im Kreml" könnte der genau richtige Film zum genau richtigen Zeitpunkt sein, auch wenn einem das mitunter missfällt oder gar abschreckt. Will man sich neben den täglichen Nachrichten nicht auch noch im Kino mit Wladimir Putin beschäftigen? Mitunter treibt manch einen ja die Neugier in den Saal, wie sich ausgerechnet Schönling Jude Law in der Rolle des Despoten schlägt.

"Michael", 23. April

Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch Michael Jacksons Leben - und blickt dabei weit über sein musikalisches Schaffen hinaus. Er folgt seinem Werdegang: Von seinem Start als außergewöhnlich talentierter Leadsänger der Jackson Five bis zum visionären Künstler, den ein unermüdlicher kreativer Ehrgeiz zur größten Entertainerpersönlichkeit der Welt werden ließ. Legendäre Auftritte aus der frühen Solokarriere treffen dabei auf seltene Einblicke in sein Leben jenseits der Bühne.

Einschätzung:

Für das mit Spannung erwartete Michael-Jackson-Biopic "Michael" hat sich dessen Neffe Jaafar Jackson für die große Leinwand in den "King of Pop" verwandelt. Für die optische wie gesangliche Optimalbesetzung wurde also gesorgt. Es steigert jedoch auch die Gefahr einer undifferenzierten Lobhudelei über eine komplexe, aber eben auch sehr kontroverse Persönlichkeit. Wie weit traut sich der Film, unbequeme Aspekte im Leben von Michael Jackson anzusprechen?

"Der Teufel trägt Prada 2", 30. April

Der immer härtere Überlebenskampf des Printjournalismus in einer zunehmend digitalen Medienwelt hat inzwischen selbst sie erreicht: Miranda Priestly (Meryl Streep), noch immer Chefredakteurin des fiktiven Modemagazins "Runway", muss sich in einer sterbenden Branche neu erfinden und gerät dabei ausgerechnet mit ihrer ehemaligen Assistentin Emily (Emily Blunt) aneinander. Die hat sich zur mächtigen Führungskraft eines Luxuskonzerns hochgearbeitet - und kontrolliert nun Werbebudgets, auf die Miranda dringend angewiesen ist. Und dann tritt auch noch Ex-Assistentin Nummer zwei auf den Plan: Wird Andy (Anne Hathaway) ihre Rettung sein - oder der finale Sargnagel?

Einschätzung:

Das Original aus dem Jahr 2006 erzählte die Geschichte der frischgebackenen College-Absolventin Andrea "Andy" Sachs, die als Junior-Assistentin bei der gefürchteten Priestly anfängt. Der Film entwickelte sich sowohl zum Kritikerliebling als auch zum kommerziellen Erfolg und spielte weltweit rund 326 Millionen US-Dollar ein. Wird die späte Fortsetzung den Charme von einst reproduzieren können? Zumindest am Ensemble wird es nicht scheitern. Blunt und Hathaway scheinen sich auf Knopfdruck zurück in ihre ikonischen Rollen verwandeln zu können und Streep ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Prognose: Auch 2026 steht Prada dem Teufel noch diabolisch gut.

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