"Solo Mio": Kevin James denkt schon über eine Fortsetzung nach
Am 28. Mai startet die romantische Komödie "Solo Mio" in den deutschen Kinos. In der Hauptrolle ist Kevin James (61) zu sehen, der hierzulande durch die Erfolgsserie "King of Queens" in seiner Paraderolle als Lieferfahrer Doug Heffernan bekannt wurde.
Mit dem Film kehrt der Schauspieler zu jenem Genre zurück, das ihm einst auch seinen ersten großen Kinoerfolg bescherte: Bereits 2005 spielte James in der Rom-Com "Hitch - Der Date-Doktor" an der Seite von Will Smith, Eva Mendes und Amber Valletta. Weltweit spielte der Film über 370 Millionen Dollar ein und legte damit den Grundstein für James' weitere Erfolge auf der Kinoleinwand.
In "Solo Mio" möchte der Lehrer Matt Taylor (Kevin James) seiner Verlobten (Julie Ann Emery) eine glamouröse Hochzeit in Italien spendieren - inklusive romantischer Flitterwochen. Doch ausgerechnet am Tag der Trauung macht sie einen Rückzieher und lässt ihn allein zurück. Statt alles sausen zu lassen, versucht Matt, die Flitterwochen in Rom zu genießen - alleine. Dort lernt er die temperamentvolle Italienerin Gia (Nicole Grimaudo) kennen, die sein Leben gehörig durcheinanderwirbelt und ihm zeigt, dass sich neue Chancen oft genau dann ergeben, wenn man am wenigsten damit rechnet.
Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht der Schauspieler über seine Chemie mit der Co-Darstellerin Nicole Grimaudo und warum er sich entschied, nach so vielen Jahren wieder eine romantische Komödie zu drehen.
Herr James, würden Sie Ihre Flitterwochen auch alleine überstehen?
Kevin James: Ich sage es mal so: Mit Freunden wie in diesem Film würde ich das schaffen. Im Film sind es genau diese Leute, die Matt Taylor wieder aufbauen. Ich würde das Ganze einfach in einen lockeren Männertrip verwandeln - viel Golf spielen, etwas unternehmen, abends essen gehen. Ich glaube, das würde mir ziemlich gut liegen.
Und was in Ihrem Leben hat sich angefühlt wie Flitterwochen im Alleingang?
James: Am ehesten trifft das auf Stand-up zu. Gerade am Anfang fühlt man sich dabei ziemlich allein - es ist ungewohnt, fast schon unangenehm. Vor allem, wenn man eher schüchtern aufgewachsen ist wie ich. Plötzlich steht man vor vielen Menschen, spricht zu ihnen und muss sie auch noch zum Lachen bringen. Diese Erfahrung kommt dem wohl am nächsten.
Sie haben als Matt Taylor einige TikTok-Videos gemacht und setzen diese Serie auch heute noch fort. Kam die Idee von Ihnen?
James: Die Idee kam ursprünglich von einem der Autoren, John Kinnane. Er schlug vor, einen TikTok-Account einzurichten. Ich habe überlegt, ob man nicht gleich die gesamte Kampagne darauf aufbauen könnte - also früh damit starten und die Figur nach und nach vorstellen. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob das wirklich funktionieren würde. Gleichzeitig fand ich es spannend und ungewöhnlich, einen Film auf diese Art zu promoten. Viele konnten sich mit Matt identifizieren, als Kunstlehrer, der sich mit den Höhen und Tiefen des Alltags herumschlägt, aber auch schöne Momente erlebt. Die Leute haben es genossen, ihn dabei zu begleiten. Für viele hatte das etwas Beruhigendes, fast schon Therapeutisches. Zum Glück hat es funktioniert.
Ihre Chemie mit Nicole Grimaldo im Film ist überzeugend. Wie haben Sie diese Verbindung aufgebaut?
James: Das musste man gar nicht aufbauen, die Verbindung war von Anfang an da. So eine Chemie habe ich am Set selten erlebt. Sie ist einfach großartig. Obwohl sie nur wenig Englisch sprach, hat sie enorm viel Einsatz gezeigt: Sie hat sich unsere Dialoge auf Post-its notiert und überall in ihrer Wohnung verteilt, um sie zu lernen. Natürlich war sie nervös, aber genau dieses leichte Ringen mit der Sprache hat den Figuren zusätzlichen Charme verliehen - sie tasten sich gemeinsam voran. Außerdem hat sie ein tolles komödiantisches Gespür. Ich habe ihr gesagt: Wenn sie fließend Englisch sprechen würde, könnte sie auch in den USA ein großer Star werden.
Die Dreharbeiten in Rom und der Toskana verleihen dem Film zusätzliche Authentizität. Gab es vor Ort Herausforderungen, aus denen sich unerwartet unterhaltsame Momente - vor oder hinter der Kamera - ergeben haben?
James: Auf jeden Fall. Viele Drehorte waren nicht für Filmaufnahmen vorgesehen, deshalb war es oft schwierig, dort zu arbeiten. Man musste Gelegenheiten spontan nutzen und flexibel reagieren. Zum Glück hatten wir ein italienisches Team, das genau wusste, wie man mit solchen Situationen umgeht, ohne den Ablauf vor Ort zu stören. Sie waren großartig und alle haben an einem Strang gezogen. Das hat sich auch abseits der Kamera gezeigt: Nach den Dreharbeiten ist kaum jemand nach Hause gegangen. Stattdessen haben wir zusammen gegessen, etwas getrunken, getanzt und gesungen.
In den vergangenen Jahren waren Sie vor allem in klassischen Komödien zu sehen. Mit "Solo Mio" schlagen Sie wieder eine romantischere Richtung ein. Haben Sie sich bewusst für diese Rolle entschieden?
James: Es war schon eine ungewöhnliche Entscheidung - gerade mit 60. Aber für mich war es etwas Neues und vor allem etwas, das Spaß gemacht hat. Ich wollte einen Film machen, der an die klassischen romantischen Komödien erinnert, die ich früher gern gesehen habe. Diese Art von Filmen habe ich im Kino einfach vermisst und genau dort sollte "Solo Mio" auch laufen. Dass das tatsächlich geklappt hat und der Film so gut angekommen ist, hat mich ehrlich gesagt selbst überrascht.
Ist das ein Genre, in dem Sie künftig häufiger arbeiten möchten?
James: Grundsätzlich würde ich das gern öfter machen - zumal es hier ja so gut funktioniert hat. Wir denken sogar bereits über eine Fortsetzung nach, auch wenn gerade romantische Komödien in dieser Hinsicht eine besondere Herausforderung sind. Entscheidend ist aber, die richtige Geschichte zu finden - eine, die eine Fortsetzung wirklich rechtfertigt und das Publikum nicht enttäuscht.
Gibt es bereits eine konkrete Idee für die Fortsetzung?
James: Im Moment sind wir noch in der Ideenphase. Wir hängen sehr an den Charakteren und suchen nach einem Ansatz, der ihre Geschichte weitererzählt, ohne an Originalität zu verlieren. Die Fortsetzung soll Neues bieten, ohne den Charme des ersten Films zu kopieren. Wir überlegen, wie man ihre Geschichte weitererzählen kann. Das ist allerdings nicht ganz einfach, weil der erste Film eine besondere Wärme und Leichtigkeit hat.
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