Sacha Baron Cohen zu komisch als Freddie Mercury

Eigentlich sollte Sacha Baron Cohen Queen-Sänger Freddie Mercury verkörpern.  Daraus wird nicht. Er war den Queen-Mitgliedern nicht ernsthaft genug.
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Sacha Baron Cohen war den Ex-Bandkollegen von Freddie Mercury nicht ernsthaft genug
Jon Furniss/Invision/AP Sacha Baron Cohen war den Ex-Bandkollegen von Freddie Mercury nicht ernsthaft genug

Hollywood - "Künstlerische Differenzen" - das ist im Film- und Musikbusiness eine Phrase, die aufhorchen lässt. Denn wann immer sie als Begründung für eine vorzeitig beendete Kooperationen fällt, sind es meist ganz andere, oft nicht künstlerische Überwürfnisse, die zum Aus führten. Ähnlich war es nun auch im Fall von Sacha Baron Cohen. Der Star aus den schrägen "Borat"- oder "Ali G"-Filmen war für die Hauptrolle in der Verfilmung der Biografie des 1991 verstorbenen Queen-Sängers Freddie Mercury vorgesehen - bis Ende Juli, noch weit vor Drehstart, die "künstlerischen Differenzen" dazwischen kamen.

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Was tatsächlich los war, hat nun Queen-Drummer Roger Taylor (64) durchsickern lassen: Er und Bandkollege Brian May (66) hatten Sorge, dass der Film mit Cohen zur Komödie verkommt. "Wir hatten das Gefühl, dass Sacha vermutlich nicht der Richtige ist. Wir wollten nicht, dass der Film ein Witz wird", sagte Taylor der britischen Zeitung "The Sun". Vielmehr sollten die Zuschauer "bewegt" von der filmischen Umsetzung sein.

Dafür schien ihnen Cohen offenbar nicht die richtige Besetzung. Auch wenn sich der Star nicht nur durch seinen Schnauzer in der Rolle als "Borat", sondern auch mit ernsthafteren Rollen in Filmen wie "Les Miserables" für den Auftritt empfohlen hatte. Zuletzt war anstelle von Cohen auch "Harry Potter"-Star Daniel Radcliffe für die Hauptrolle im Gespräch.

Ob Radcliffe tatsächlich noch zum Zug kommen wird, ist allerdings zumindest fraglich. Denn mittlerweile sind Taylor und May von den langwierigen Vorgängen im Filmbusiness enorm genervt. "Ich dachte das Musikbusiness wäre langsam, aber das hier ist wie der Versuch, in Sirup zu schwimmen", sagte Taylor dem Blatt. "Wir müssen jetzt ein wenig Abstand nehmen."

Freddie Mercury landete als Queen-Sänger zusammen mit Taylor, May und Bassist John Deacon (62) zahlreiche Welthits. Mercury starb im Jahr 1991 im Alter von 45 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Er war zuvor an Aids erkrankt.

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