"Radio Heimat": Zurück in die 80er

Früher war alles besser? Stimmt nicht, das erkennen auch die vier Freunde aus dem Film "Radio Heimat".
| (mak/spot)
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Früher war alles besser? Stimmt nicht, das erkennen auch die vier Freunde aus dem Film "Radio Heimat".

Erwachsenwerden ist nicht einfach. Die Hormone fahren Achterbahn und in der Liebe will es nicht so recht klappen. Mit den Eltern kann man darüber nicht reden, schließlich nerven die nur mit ihren lieb gemeinten Ratschlägen, die am Ende doch keine große Hilfe sind. Wie pubertierende Jungs mit so einer Situation umgehen, zeigt "Radio Heimat", der am 17. November in den Kinos startet.

Hier finden Sie das Buch zum Film

Darum geht's

"Woanders ist auch scheiße!" - so lautet das Motto der vier Freunde Frank (David Hugo Schmitz), Pommes (Jan Bülow), Spüli (Hauke Petersen) und Mücke (Maximilian Mundt). Die Jugendlichen leben im "Pott" der 1980er Jahre und haben - wie die meisten Jungs in der Pubertät - vor allem eines im Blick: Mädchen.

Aber wie kommt man an die Herzensdame ran? Um bei der hübschen Carola (Milena Tscharntke) zu landen, orientiert sich Frank an der Liebesgeschichte seiner Eltern, die der Zuschauer durch Rückblenden erfährt. Also wollen die Vier eine Rock-Band gründen, bei Tanzstunden prahlen oder den Mädchen im Partykeller näher kommen. Schnell merken sie, dass man den Erzählungen der Eltern nicht einfach Glauben schenken darf. Und so bleibt als letzte Chance die Klassenfahrt, bei der die Jungs die Dinge nun selbst in die Hand nehmen...

Auf Klassenfahrt mit den Lehrern Frau Bölcke (Petra Nadolny) und Herrn Hecker (Peter Nottmeier) Foto:2016 Concorde/Westside/TMG/W. Ennenbach

Hintergrund: Das Buch zum Film

Im Laufe des Films erkennen die Freunde schließlich, dass Schönheit nicht alles ist, sondern der "Pfeffer im Arsch" eines Mädchens zählt. Regisseur Matthias Kutschmann bedient sich bei seinem Regie-Debüt an diversen Kurzgeschichten aus dem gleichnamigen Buch "Radio Heimat: Geschichten von zuhause" des Bochumer Autors Frank Goosen (50). Der Schriftsteller schreibt darin über seine Jugend, die Kutschmann jetzt wieder aufleben lässt.

Doch so wirkliche Spannung will im Film nicht aufkommen. Die Jungs wandern von einem Ort zum nächsten, um bei den Mädchen zu landen. Abwechslung? Fehlanzeige! Einzig der Ruhrpott-Charme verleiht dem Streifen das gewisse Etwas.

Pommes versucht beim Stehblues das Mädchen für sich zu gewinnen Foto:2016 Concorde/Westside/TMG/W. Ennenbach

Fazit:

Vor allem Ruhrpottlern aus der Ecke von Bochum, die in den 60er Jahren geboren wurden, dürften an dem Film ihre wahre Freude haben. Der Streifen lässt die Erinnerungen an die Musik, die Klamotten und vieles mehr aus den 80er Jahren wieder lebendig werden. Alle anderen sollten sich das Kinoticket sparen.

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