Quentin Tarantino: So steht es um seinen zehnten und letzten Film
Quentin Tarantino (63) lässt sich mit seinem Kino-Abschied Zeit. Der Regisseur hat das Drehbuch für seinen zehnten und nach eigener Aussage letzten Spielfilm zwar fertiggestellt. Weiter vorantreiben will er das Projekt aber erst, wenn sein Theaterstück "The Popinjay Cavalier" abgespielt ist. Das erzählte er in der "Graham Norton Show", wie "Variety" berichtet.
Für den "Pulp Fiction"-Macher war es der erste Besuch in der Sendung seit mehr als zehn Jahren. Neben ihm nahmen Ellen DeGeneres, Colin Farrell und Gemma Chan bei Gastgeber Graham Norton Platz. Dabei ging es nicht nur um seine Kinopläne, sondern auch um sein Debüt im Londoner West End.
Zuerst kommt das Theater
Dass nach zehn Filmen Schluss sein soll, kündigt Tarantino schon seit Langem an. Wann für das große Finale die Kameras laufen, ist nach seinem Auftritt allerdings völlig offen. "Ich habe ein Drehbuch geschrieben, das ich wirklich mag, aber ich will das Stück machen und sehen, wer ich bin", sagte er. Danach wolle er zu seiner Familie zurückkehren, Zeit mit ihr verbringen und "ein bisschen leben". Erst dann werde er schauen, was er machen wolle.
"The Popinjay Cavalier" war zunächst gar nicht für die Bühne gedacht. Tarantino habe die Geschichte ursprünglich als Drehbuch angelegt, bis ihm klar geworden sei, dass sie als Theaterstück wirklich funktioniere. Entsprechend groß ist seine Zuversicht. "Ich glaube, es wird mitreißend", sagte der Filmemacher.
Sacha Baron Cohen in der Hauptrolle
Die als Mantel-und-Degen-Komödie angekündigte Produktion mit Sacha Baron Cohen feiert im März 2027 Premiere im Londoner Phoenix Theatre, Voraufführungen beginnen bereits ab Ende Februar. Geplant sind drei Monate Spielzeit. Schon bei der Ankündigung hatte Tarantino in einem Statement erklärt, er fiebere darauf hin, dem West End einen großartigen Abend zu bereiten. Für den Abschiedsfilm heißt das: Vor Mitte Juni dürfte sich kaum etwas tun.
Zuletzt im Kino mit Brad Pitt und Leonardo DiCaprio
Fans müssen sich also noch eine Weile gedulden. Tarantinos bislang jüngstes Werk als Regisseur bleibt "Once Upon a Time... in Hollywood" aus dem Jahr 2019, unter anderem mit Brad Pitt, Leonardo DiCaprio, Margot Robbie und Margaret Qualley. Der Film brachte zwei Oscars ein: Pitt wurde als bester Nebendarsteller ausgezeichnet, Barbara Ling und Nancy Haigh erhielten die Trophäe für das beste Szenenbild. Tarantino selbst war zudem in den Kategorien "Bester Film", "Bestes Originaldrehbuch" und "Beste Regie" nominiert, DiCaprio als bester Hauptdarsteller.
Mit "The Further Mis-Adventures of Cliff Booth" startet aber immerhin schon bald ein Ableger zu "Once Upon a Time... in Hollywood", in dem Pitt erneut in seine Oscarrolle schlüpft. Der Film von Regisseur David Fincher, für den Tarantino das Drehbuch lieferte, startet hierzulande am 26. November zunächst in den IMAX-Kinos, allerdings nur für wenige Wochen. Ab dem 23. Dezember ist er dann weltweit bei Netflix zu sehen.
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