Preisregen für deutsche Filmschaffende in Cannes
Die 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes sind Geschichte. Die deutsche Bilanz des renommierten Festivals fällt positiv aus. Die in Bremen geborene Regisseurin Valeska Grisebach ("Western", 58) ist für ihr Werk "Das geträumte Abenteuer" mit dem "Preis der Jury" geehrt worden, der drittbedeutendsten Auszeichnung des Festivals. Grisebachs Film ist mit bulgarischen Laiendarstellern entstanden und spielt in der Grenzregion Bulgariens und der Türkei.
Große Ehre für Regisseurin Valeska Grisebach in Cannes
Es geht um die Archäologin Veska (Jana Radewa), die in der bulgarisch-griechisch-türkischen Grenzregion einen alten Freund wiedertrifft und schließlich eine Ladung geschmuggeltes Benzin an sich nimmt. Grisebachs "Preis der Jury" ist schon der zweite einer deutschen Filmemacherin in Folge in Cannes. Im vergangenen Jahr wurde Mascha Schilinskis (42) "In die Sonne schauen" ebenfalls mit dem "Preis der Jury" ausgezeichnet.
Kirsten Niehuus, die Präsidentin der deutschen Filmförderungsanstalt, gratulierte Grisebach in einer Mitteilung zu ihrem "fantastischen Erfolg. Filme deutscher Filmschaffender leuchten weltweit, das freut mich riesig!", so Niehuus. Weiter hob sie hervor: "Dass nur ein Jahr nach Mascha Schilinski schon die zweite deutsche Regisseurin diesen Preis gewinnt, ist eine Sensation."
Auch Film mit Sandra Hüller ausgezeichnet
Auch die oscarnominierte deutsche Schauspielerin Sandra Hüller (48) darf sich freuen. Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski (68) wurde in Cannes mit dem "Preis für die beste Regie" ausgezeichnet - für sein historisches Drama "Vaterland". Hüller spielt darin unter der Regie Pawlikowskis Thomas Manns (Hanns Zischler, 78) Tochter Erika. Im Jahr 1949 bereisen Vater und Tochter erstmalig nach ihrer Zeit im Exil Deutschland. Pawlikowski, der zuvor unter anderem schon "Cold War - Der Breitengrad der Liebe" und "Ida" inszenierte, zeigt die Reise der beiden Exilanten in Schwarz-Weiß. Der Film geht lediglich 82 Minuten, feiert am 27. Juni 2026 als Eröffnungsfilm des 43. Filmfest München Deutschlandpremiere und startet am 3. September regulär in den Kinos.
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