Peter Hase: Rache für die Pastete - Die Filmkritik

"Peter Hase" ist eine wunderbar radikale Umsetzung des Buches von Beatrix Potter von 1902 – und definitiv nicht nur für Kinder!
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Die Schauspieler und Synchronsprecher Heike Makatsch (l-r), Jessica Schwarz, Anja Kling und Christoph Maria Herbst kommen zur Deutschlandpremiere des Kinofilms "Peter Hase"
Jörg Carstensen/dpa Die Schauspieler und Synchronsprecher Heike Makatsch (l-r), Jessica Schwarz, Anja Kling und Christoph Maria Herbst kommen zur Deutschlandpremiere des Kinofilms "Peter Hase"

"Peter Hase" ist eine wunderbar radikale Umsetzung des Buches von Beatrix Potter von 1902 – und definitiv nicht nur für Kinder!

Will Glucks streckenweise ziemlich schwarzhumoriger Animationsfilm "Peter Hase" hat keine eindeutigen Schurken und Helden, sondern ambivalente Charaktere. Familien mit älteren Kindern sollten sich dieses komische, atemberaubend animierte Filmabenteuer anschauen. Denn auch erwachsene Zuschauer werden ihren Spaß an den Kapriolen der unkonventionellen Hasenbande haben, die Christoph Maria Herbst, Jessica Schwarz, Heike Makatsch, Anja Kling synchronisieren. Alles spielt im idyllisch ländlichen England, ohne dass es dort besonders friedlich zugehen würde.

Peter Hase, der sich von der 1902 veröffentlichten Kinderbuchvorlage von Beatrix Potter sichtlich emanzipiert hat, führt einen erbitterten Kleinkrieg mit dem alten McGregor (Sam Neill), der Peters Vater einst zu Hasenpastete verarbeitet hat. Der cholerische Besitzer eines schmackhaften Gemüsegartens, der leider auch ein Faible für Junkfood hat, gibt jedoch schon bald den Löffel ab.

Der Literaturklassiker als atemberaubender Animationsfilm 

Die Hasen haben aber nur kurz Grund zur Freude. Noch während sie ein ausartendes Fest in dem nun verlassenen Landsitz feiern, taucht Großneffe Thomas ("Star Wars"-General Domhnall Gleeson) auf, der das Anwesen geerbt hat und eigentlich sofort verscherbeln will, sich aber in die schöne Landnachbarin Bea (Rose Byrne) verliebt.

Bea will, dass ihre beiden männlichen Lieblinge Thomas und eben Peter Hase miteinander auskommen, aber die geraten heftig aneinander: mit Elektrozäunen, Tierfallen, Dynamit und Allergieschocks. Es ist ein langer Weg, bis die beiden ihren belämmerten Kleinkrieg endlich aufgeben und sich auf herzergreifende Hasenart Entschuldigung sagen, indem sie die Köpfe aneinander reiben.

Und die Moral von der Geschicht’ ist gar nicht so einfach. Denn dafür ist unsere Realität einfach zu komplex.


Kino: Sendlinger Tor, Cadillac, Cinemaxx, Kino Solln, Leopold und Royal sowie Mathäser, Museum (auch OV) und Cinema (OV) Verlosung: Zum Filmstart verlosen wir 3 Pakete mit je einem Notizbuch mit integriertem Mäppchen, Stoffbeutel, Karottenstift und zwei Kinokarten – alles im Peter-Hase-Design. Wer gewinnen will, schreibt bis Sa, 12 Uhr, eine E-Mail: kultur@az-muenchen.de, "Peter Hase"

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