Oscar-Erfolg für ZDF und Arte: Zwei Koproduktionen ausgezeichnet

Bei der Oscarverleihung am frühen Montagmorgen haben zwei Filme mit deutscher Beteiligung abgeräumt. Sowohl der beste internationale Film "Sentimental Value" als auch die beste Doku "Ein Nobody gegen Putin" sind Koproduktionen von ZDF und Arte.
"Zwei Produktionen aus der ZDF-Familie erhalten einen Oscar, die renommierteste Auszeichnung der internationalen Filmbranche", jubelt das ZDF in einer Pressemitteilung. "Dies ist ein eindrucksvoller Beleg für die erfolgreiche Zusammenarbeit von ZDF und Arte mit unseren europäischen Koproduktionspartnern und zeigt, welche Qualität das europäische Kino durch starke Kooperationen entfalten kann", heißt es weiter.
"Sentimental Value" ging gleich neunmal ins Rennen. Darunter waren Nominierungen für die Darsteller Renate Reinsve (38), Stellan Skarsgård (74), Elle Fanning (27) und Inga Ibsdotter Lilleaas (36). Am Ende reichte es lediglich für den Oscar als "Bester internationaler Film". Das Familiendrama ist eine Koproduktion von Norwegen, Schweden, Dänemark, Frankreich und Deutschland. Der Film von Joachim Trier (52) war Norwegens Beitrag in der Kategorie "Bester internationaler Film".
"Ein Nobody gegen Putin" schlägt überraschend Netflix-Favorit
Bei den Dokumentationen setzte sich "Ein Nobody gegen Putin" überraschend gegen die favorisierte Netflix-Doku "The Perfect Neighbor" durch. In dem Film geht es um den russischen Lehrer Pawel Talankin. Wie alle seine Kollegen muss er nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine an seiner Schule patriotische Veranstaltungen organisieren. Doch ihm kommen immer mehr Zweifel.
"Ein Nobody gegen Putin" zeige laut ZDF "gleichermaßen humorvoll und niederschmetternd, wie das Leben im heutigen Russland aussieht, wie eine ganze Generation indoktriniert wird". Der Film ist in der Mediathek des ZDF zu sehen.