Oh, Mama!

Am Anfang war der Schoß: Julio Medems Drama „Ma Ma – Der Ursprung der Liebe“
| Volker Isfort
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Penélope Cruz als Mama, die leider schwer krank ist.
FFM Penélope Cruz als Mama, die leider schwer krank ist.

Am Anfang war der Schoß: Julio Medems Drama „Ma Ma – Der Ursprung der Liebe“

Sagen wir es einmal so: Die Logik hat in Julio Medems Werk keinen Platz. Der spanische Regisseur, Drehbuchautor und Poesie-Berserker („Lucía und der Sex“) liefert dem spanischen Kinopublikum aber zielsicher die Lieblingsschauspielerinnen so, wie Gott sie schuf. Nun trifft es Penélope Cruz, die „Ma Ma“ auch mitproduziert hat. Sie spielt eine Mutter, die mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wird, während ihr Mann mit seiner neuen Freundin abgereist ist.
Beim Fußballspiel des Sohnen lernt Magda einen attraktiven Scout kennen (Luis Tosar), der wiederum ein Verhältnis mit ihrem bisexuellen Arzt hatte. Dafür nehmen die Männer sie mit in den verruchten Swingerclub „Der Ursprung der Welt“, wo Magda ... – aber wir wollen jetzt auch nicht alles verraten. Wer Gustav Courbets Gemälde kennt, weiß ohnehin Bescheid.
Wie Medem allerdings pathetisch Schwangerschaft und Todesdiagnose zusammenzwingt, Geburt und Tod, das ist selbst für die Fangemeinde harter Tobak. Immerhin, diese Hymne auf den Busen und die Mutterschaft ist in ihrer Verschrobenheit einzigartig.   
Freitag, 24.6., , 19.30 Uhr, HFF Audimaxx, Sa, 22.30 Uhr, City 1, Mi, 23 Uhr, Carl-Orff-Saal

 

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