Popmusik und Politik haben nichts miteinander zu tun? - Das Gegenteil beweisen zahlreiche Künstler, deren Lieder Politiker oder ihre Handlungen ...teleschau - der mediendienst
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Katie Piper / Karl Ferguson Jr. Anfang des Jahrzehnts wollte Wyclef Jean Präsident von Haiti werden. Formalitäten hinderten ihn aber, als Kandidat anzutreten.
Popmusik und Politik haben nichts miteinander zu tun? - Das Gegenteil beweisen zahlreiche Künstler, deren Lieder Politiker oder ihre Handlungen kritisieren. Auch Wyclef Jean, um den es in letzter Zeit eher ruhig geworden war, übermittelt gerne eine Botschaft in seinen Songs
. Auf seiner neuen EP "J'ouvert" (VÖ: 27.1.), nimmt er kein Blatt vor den Mund - genauso wenig wie im Interview mit der Agentur teleschau. Der 47-Jährige scheint nicht sehr begeistert von der Tatsache, dass
Donald Trump der nächste US-Präsident wird, trotzdem meint er: "Wir haben ja keine andere Wahl, als ihm eine Chance zu geben." Er erwartet von Trump aber auch Taten: "Wir haben das Recht, die Politiker dafür zur Verantwortung zu ziehen, was sie versprochen haben." Der Sänger
erinnert sich im Interview, dass er sich mit
Nelson Mandela lange über Politik unterhalten habe und vieles von ihm lernen konnte: "Wenn man das auf die heutige Welt ummünzt: Wir leben in einer Zeit, in der wir uns ständig gegenseitig beschuldigen, statt zu erkennen, was wirklich los ist in der Welt." Selbst politisch aktiv zu werden, das ist dem gebürtigen Haitianer nicht gelungen. Als Präsidentschaftskandidat wurde er in seiner Heimat abgelehnt. Für Jean kein Grund aufzugeben: "Ich bin Rockstar, das kann ich besser - aber gleichzeitig will ich Botschafter sein." Auch ohne direkten politischem Einfluss bleibt er seinem Motto treu: "Each One Teach One."