Meryl Streep: So kam es zu ihrem Gastauftritt bei "Der Astronaut"

In "Der Astronaut - Project Hail Mary" ist Meryl Streep nicht zu sehen, dafür aber kurz zu hören.Die Regisseure des Kinohits mit Ryan Gosling und Sandra Hüller haben nun verraten, wie es zu dem Gastspiel kam. Sie trauten sich zuerst nicht, bei der Oscar-Gewinnerin vorzusprechen.
von  (smi/spot)
Meryl Streep mit "Astronaut" Ryan Gosling.
Meryl Streep mit "Astronaut" Ryan Gosling. © imago/ABACAPRESS / ABACA / imago images/Landmark Media / Supplied by LMK

Im Abspann taucht ihr Name nicht auf, dennoch ist Meryl Streep (76) Teil des Kinohits "Der Astronaut - Project Hail Mary". Für ein paar Sekunden ist sie als Stimme des Alien Rocky zu hören - wenn auch nur für Besucher des englischsprachigen Originals. Die Regisseure Phil Lord (50) und Chris Miller (50) verrieten nun gegenüber "Entertainment Weekly", wie der kuriose Gastauftritt zustande kam.

In "Der Astronaut - Project Hail Mary" trifft der unfreiwillige Raumfahrer Ryland Grace (Ryan Gosling, 45) auf eine außerirdische Lebensform. Wegen ihres felsartigen Aussehens tauft er sie Rocky. Mit Rocky kann er nur über ein Übersetzungsprogramm kommunizieren. Grace probiert auf dem Computer ein paar vorinstallierte Stimmen aus. Eine davon gehört Meryl Streep. Der Astronaut verwirft sie aber und wählt eine andere Option.

"Als wir am Set waren, haben wir selbst jede Menge alberne Stimmen nachgemacht", sagte Chris Miller zu "Entertainment Weekly". "Wir haben Leute aus der Crew gebeten, Stimmen zu imitieren, nur um Ryan zum Lachen zu bringen und den Figuren etwas zu geben, worauf sie reagieren konnten", so der "Lego Movie"-Regisseur weiter. Auch Ryan Goslings Töchter Esmeralda (11) und Amada (9) , die er mit Eva Mendes (52) hat, halfen als Sprecherinnen aus.

"Sie kann alles": Ryan Gosling über Meryl Streep

"Wir haben versucht, uns Stimmen vorzustellen, die in einer Art Text-zu-Sprache-Übersetzer vorinstalliert wären", ergänzte Phil Lord. Dann kamen die Filmemacher auf die Idee, dass es lustig wäre, Meryl Streep als Sprecherin zu verpflichten. "Sie kann alles", habe Ryan Gosling geantwortet. Der Plan stand also fest.

Produzentin Amy Pascal, die schon mehrfach mit Streep zusammengearbeitet hatte, sollte den Kontakt herstellen. Doch alle Beteiligten drückten sich lange davor, bei der Schauspielerin anzuklopfen. Beim Proben vor dem Spiegel taten sie sich schwer, sich der dreifachen Oscarpreisträgerin mit Worten wie "Meryl, hättest du vielleicht Lust, die abgelehnte Stimme eines Außerirdischen zu sprechen?" zu nähern.

Meryl Streep probierte "eine Million Varianten" aus

Schließlich trauten sie sich doch, Meryl Streep anzufragen. "Und dann tat sie es tatsächlich, und sie war wunderbar", sagte Phil Lord. Die Mimin sei "lustig, einfühlsam und verspielt" gewesen. Sie habe "eine Million Varianten" ausprobiert, schwärmte Chris Miller.

Zu den anderen Sprechern, die Ryland Grace ablehnt, gehört unter anderem Ray Porter, der Rocky in dem Hörbuch zu "Der Astronaut" spricht. Die Stimme, die Grace schließlich für den Computer auswählt, gehört übrigens James Ortiz. Er ist einer der fünf Puppenspieler, die das Alien zum Leben erwecken.

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