Meryl Streep beklagt "Marvelisierung" der Kinolandschaft

Meryl Streep hat in einem aktuellen Interview die von ihr so wahrgenommene "Marvelisierung" von Filmen kritisiert. Eine zu klare Einteilung in Gut und Böse lasse das Kino verkümmern, meint der Star aus "Der Teufel trägt Prada 2".
(lau/spot) |
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Meryl Streep bei einem Pressetermin zu "Der Teufel trägt Prada 2".
Meryl Streep bei einem Pressetermin zu "Der Teufel trägt Prada 2". © imago images/Cover-Images/Janet Mayer/INSTARimages.com

"Der Teufel trägt Prada 2" ist gerade erst in den Kinos gestartet. Während eines Interviews zur Promotion der Modefilm-Fortsetzung ließ Hauptdarstellerin Meryl Streep (76) nun kein gutes Haar an der Filmkonkurrenz aus dem Hause Marvel. Ihre Äußerungen klingen fast wie direkt aus dem Mund ihrer scharfzüngigen Figur Miranda Priestly.

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Meryl Streep nennt "marvelisierte" Filme "so langweilig"

In der Sendung "Hits Radio Breakfast" wurde Streep gemeinsam mit ihren Co-Stars Anne Hathaway (43) und Emily Blunt (43) interviewt - und nach der weicheren Seite ihrer oft so unnahbar wirkenden Figur Miranda Priestly gefragt, die in "Der Teufel trägt Prada 2" zum Vorschein kommt. "Ich finde, das Publikum erhält eine realistische Sicht auf sie", antwortete Streep darauf. Ihrer Meinung nach seien viele aktuelle Hollywoodfilme "marvelisiert". "Es gibt die Schurken und die Guten, und das ist so langweilig", so Streep wörtlich.

Im echten Leben würden jedoch "manche Helden Fehler haben und manche Bösewichte menschlich und interessant sein und ihre eigenen Stärken haben", erklärte die dreifache Oscarpreisträgerin weiter. Genau das gefalle ihr an ihrem neuen Titel "Der Teufel trägt Prada 2". "Er ist chaotischer."

Meryl Streep kritisiert "tragischen" Einsatz von KI

Im weiteren Verlauf des Gesprächs kam auch das Thema Künstliche Intelligenz zur Sprache. Die Frage, ob die von ihr gespielte Filmfigur Miranda Priestly KI-Werkzeuge benutzen würde, verneinte Streep mit dem Hinweis, dass Priestly schließlich Assistentinnen für solche Aufgaben habe. Anne Hathaway gab im Anschluss eine kuriose Anekdote zur KI-Thematik zum Besten. Sie enthüllte, dass sie vor Kurzem auf Personalsuche gewesen sei und von allen Bewerberinnen und Bewerben identische Dankesschreiben erhalten hätte. Offenbar waren sie alle mithilfe des gleichen KI-Tools verfasst.

"Es gibt so viele Anne Hathaways, bei denen ihr euch bewerben werdet, dass ihr das nicht selbst schreiben könnt?", zeigte sich Streep ob dieser Geschichte entrüstet. "Das wäre der absolute Todesstoß - niemand auf dieser Liste bekommt den Job. Das ist meiner Meinung nach einfach tragisch. Lasst euch den Menschen nicht entgehen, Mädels. Die Zukunft gehört den Frauen."

"Der Teufel trägt Prada 2" ist am 30. April in den deutschen Kinos gestartet.

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