Martin Scorsese: So scheiterte "Kleopatra"-Film mit Angelina Jolie

Angelina Jolie wollte auf der Kinoleinwand zu Pharaonin "Kleopatra" werden, Altmeister Martin Scorsese Regie führen. Wie das Projekt letztlich scheiterte, erklärte der Filmemacher nun.
(lau/spot) |
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Angelina Jolie wäre unter der Regie von Martin Scorsese zur Pharaonin Kleopatra geworden.
Angelina Jolie wäre unter der Regie von Martin Scorsese zur Pharaonin Kleopatra geworden. © Imago images/WENN / KPA / IMAGO/ZUMA Press

Es wäre möglicherweise ein denkwürdiges Historienepos geworden - im Stil von Ridley Scotts (88) "Gladiator". Im Gespräch mit seiner eigenen Tochter Francesca Scorsese (26) enthüllte der ikonische Filmemacher Martin Scorsese (83), wie nah er offenbar zu Beginn der 2010er Jahre einem "Kleopatra"-Film mit Superstar Angelina Jolie (51) in der Hauptrolle gekommen war.

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Der "Sony-Hack" und die Folgen

"Wir wollten damals 'Cleopatra' drehen", sagt Scorsese in dem auf YouTube verfügbaren Gespräch aus der neuen Reihe "Crafty". Doch dann sei der berüchtigte "Sony-Hack" aus dem Jahr 2014 dazwischengekommen. Mutmaßlich nordkoreanische Hacker verschafften sich damals Zugang zu sensiblen Daten des Filmstudios Sony, wohl um die Veröffentlichung der Satire "The Interview" zu verhindern. In ihr wird Nordkoreas Diktator Kim Jong-un (42) zur Zielscheibe des Spottes.

Scorsese weiter im aktuellen Gespräch: "Doch dann haben sie sich über Kim Jong-un lustig gemacht, und er wurde wütend und hat bei Columbia alles in die Luft gejagt. Seth Rogen war das, oder? Und dann wurde er wütend, und das hat 'Cleopatra' ruiniert."

Komiker, Schauspieler und Filmemacher Rogen inszenierte "The Interview" gemeinsam mit Evan Goldberg (44), spielte auch eine der Hauptrollen. Hinter dem Film steckte das Studio Sony, zu dem Columbia Pictures gehört.

Produzent bezeichnete Angelina Jolie als "verwöhnte Göre"

Mutmaßlich nordkoreanische Hacker erbeuteten damals sensible Daten von Sony und veröffentlichten diese im Anschluss auch im Internet. Dazu gehörten interne E-Mail-Gespräche von Konzernverantwortlichen und Hollywood-Größen. So bezeichnete der einflussreiche Produzent Scott Rudin (68) etwa damals laut "The Guardian" die potenzielle "Kleopatra"-Hauptdarstellerin Angelina Jolie in einer E-Mail gegenüber Sony-Chefin Amy Pascal (68) als "kaum talentierte, verwöhnte Göre".

Ganz explizit stellt Martin Scorsese im aktuellen Gespräch zwar keinen Zusammenhang zwischen dem Scheitern seines "Kleopatra"-Films und den damals geleakten Sony-E-Mails her, doch wurde das beim Filmstudio Sony angesiedelte Projekt mit Jolie in der Hauptrolle nie Wirklichkeit.

"Wir wollten es machen", führt Scorsese im Gespräch mit seiner Tochter noch weiter aus. "Angelina Jolie. Wir wollten es machen. Sie sollte Kleopatra VII. spielen. Das wäre wirklich der Wahnsinn gewesen." Filmfans ist hier möglicherweise ein denkwürdiger Monumentalfilm entgangen, den es zumindest unter der Regie von Scorsese jetzt wohl niemals geben wird.

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