Julia Ducournau räumt Goldene Palme mit Horrorfilm "Titane" ab

Spike Lee verkündete die Gewinnerin zwar aus Versehen viel zu früh, der Freude bei Julia Ducournau tat das aber keinen Abbruch: Ihr französischer Horrorfilm "Titane" räumte am Samstagabend in Cannes die Goldene Palme als Bester Film ab.
| (dr/spot)
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Julia Ducournau mit ihrer Goldenen Palme nach dem Triumph in Cannes.
Julia Ducournau mit ihrer Goldenen Palme nach dem Triumph in Cannes. © imago/PanoramiC

Der französische Horrorfilm "Titane" hat die Goldene Palme abgeräumt. Der Streifen von Regisseurin Julia Ducournau (37) wurde beim Filmfestival in Cannes mit der Auszeichnung als Bester Film bedacht. Es ist erst das zweite Mal nach 1993, dass eine Frau mit dem höchsten Preis in Cannes ausgezeichnet wurde. Damals räumte Jane Campion (67) für "Das Piano" ab. Im vergangenen Jahr wurde aufgrund der Corona-Pandemie keine Goldene Palme verliehen, 2019 gewann der südkoreanische Film "Parasite".

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Verwirrung gab es am Abend jedoch bereits vor der geplanten Verkündung des Siegers. Jury-Präsident Spike Lee (64) erwähnte bereits zu Beginn der Gala die Preisträgerin der diesjährigen Goldenen Palme. Normalerweise hätte er jedoch zunächst den Gewinner in der Kategorie Bester männlicher Darsteller bekanntgeben sollen. Diese Auszeichnung ging an Caleb Landry Jones (31) für seine Leistung im australischen Film "Nitram". Dessen Pendant als Beste weibliche Darstellerin war in diesem Jahr die Norwegerin Renate Reinsve (33) aufgrund ihrer Rolle in dem Joachim-Trier-Film "The Worst Person in the World".

Die zweitwichtigste Auszeichnung für einen Film, der Große Preis der Jury, ging in diesem Jahr sogar an zwei Produktionen. Zum einen gewann der finnische Regisseur Juho Kuosmanen (42) für sein Roadmovie "Hytti No 6", zum anderen konnte sich der Oscar-Preisträger Asghar Farhadi (49) mit seiner iranischen Gesellschaftskritik "A Hero" über den Preis freuen. Die Auszeichnung für die Beste Regie ging an den Franzosen Leos Carax (60) für sein Musical "Annette", das Beste Drehbuch steuerte der Japaner Ryusuke Hamaguchi für "Drive My Car" bei.

Jodie Foster bekam die Goldene Ehrenpalme

Auch die deutsche Filmindustrie kann sich - zumindest teilweise - als Sieger fühlen. Der Preis der Jury wurde ebenfalls zwei Mal vergeben: Zum einen an den israelischen Film "Ha'berech", aber auch an die deutsche Co-Produktion "Memoria" mit Tilda Swinton (60) in der Hauptrolle. Insgesamt standen der Jury 24 Filme zur Auswahl. Die Goldene Ehrenpalme ging bereits zu Beginn des Festivals an die US-Schauspielerin Jodie Foster (58).

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