"Jason Bourne": Sie wissen alles über dich

Matt Damon rast als "Jason Bourne" wieder rund um die Welt - schwiegsam und vielen Kugeln ausweichend.
| Philipp Seidel
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Auf der Flucht – und auf der Jagd, auf jeden Fall immer schnell: Jason Bourne.
Universal Picture Auf der Flucht – und auf der Jagd, auf jeden Fall immer schnell: Jason Bourne.

Matt Damon rast als "Jason Bourne" wieder rund um die Welt - schwiegsam und vielen Kugeln ausweichend.

Dies ist nun also der Jason Bourne in der Zeit nach Edward Snowden. Der Staat, der seine Bürger ausspäht, ist Gewissheit. Das Böse sitzt auch im Film in den Behörden, in der CIA. Von dort aus jagt CIA-Direktor Robert Dewey (Tommy Lee Jones) die einst vom Staat gezüchtete Kampfmaschine Jason Bourne (wieder gespielt, diesmal mit sehr muskulösem Oberkörper, von Matt Damon).

Der lebt inzwischen im Untergrund und hält sich offenbar mit harten Faustkämpfen im griechisch-albanischen Grenzgebiet über Wasser.

Wenn der Feind im Inneren und schon überall ist

Da nimmt seine alte Bekannte Nicky Parsons (Julia Stiles) Kontakt zu ihm auf: Sie hat sich in die geheimen Datenbanken der CIA gehackt und hat Informationen über geheime Staatsprogramme für Bourne – der nun wieder versucht, etwas über seine mysteriöse Vergangenheit zu erfahren.

Es beginnt wieder ein Jäger-und-Gejagter-Spiel zwischen Bourne und dem Geheimdienst, ein körper- und karosserienfressendes Spiel, das um die ganze Welt führt und bei dem die Freund-Feind-Linien nicht immer klar zu trennen sind.

Lesen Sie hier:

Bei einer sehr wilden Verfolgungsjagd auf dem Motorrad gleich zu Beginn fügen Jäger und Gejagte Griechenlands Hauptstadt Athen so manchen Kratzer zu. Viele Kugeln fliegen, viele Menschen sterben, vor allem durch den Attentäter Asset (Vincent Cassel), der Bourne auf den Fersen ist.

Dieser Asset spielt, das erfahren Bourne und der Zuschauer durch einige kurze Rückblenden allmählich, eine äußerst wichtige, vielleicht die entscheidende Rolle in Bournes Leben. Und auch in dem von Bournes Vater, um den sich ohnehin vieles dreht.

Ist denn alles schlecht bei der CIA? Nein, denn da ist die junge hübsche Technik-Spezialistin Heather Lee (Alicia Vikander), die Bourne immerhin nicht gleich töten will, sondern ihn in den Geheimdienst zurückholen will.

Der Staat sieht alles

Der Technik-Gegenwart wird in „Jason Bourne“ Rechnung getragen durch ein geplantes totalitäres Überwachungsprogramm, mit dem der Staat jeden rund um die Uhr bespitzeln kann. Helfen soll da ein Technik-Guru, dem seine Jünger zujubeln, wie Technikjünger das eben so tun: unreflektiert. Hier wird, wenigstens am Rande, das Thema öffentliche Sicherheit gegen die Freiheit des Einzelnen durchgespielt. Welche Informationen darf der Staat sich beschaffen, um Gefahren abzuwehren?

Dramaturgisch mag „Jason Bourne“ nicht ganz so raffiniert gestrickt sein wie seine Vorgängerfilme, aber sonst ist es doch ein echter Bourne, der ohnehin längst ein Genre für sich geworden ist.


Kino: Cinemaxx, Gabriel, Mathäser, Leopold (auch OmU) sowie Cinema und Museum (OV)

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