Jan Lachauer: "Den Smoking leihe ich mir"

Der Trickfilmer Jan Lachauer (30) aus München ist mit dem Film „Room on the Broom“ für den Oscar in der Kategorie „Animierter Kurzfilm nominiert. Die AZ hat ihm gratuliert. 
| Agnes Vogt
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Jan Lachauer (30) hat mit seinem Freund Max Lang Regie geführt bei dem Trickfilm "Room on the Broom" - "Für Hund und Katz ist auch noch Platz". Jetzt ist der Film in der Kategorie "Animierter Kurzfilm" für den Oscar nominiert und der Münchner ist ganz aus dem Häuschen.
dpa/privat Jan Lachauer (30) hat mit seinem Freund Max Lang Regie geführt bei dem Trickfilm "Room on the Broom" - "Für Hund und Katz ist auch noch Platz". Jetzt ist der Film in der Kategorie "Animierter Kurzfilm" für den Oscar nominiert und der Münchner ist ganz aus dem Häuschen.

Der Trickfilmer Jan Lachauer (30) aus München ist mit dem Film „Room on the Broom“ für den Oscar in der Kategorie „Animierter Kurzfilm nominiert. Die AZ hat ihm gratuliert.

München - Jan Lachauer ist ganz aus dem Häuschen, als er an sein Handy geht. Seit ein paar Stunden weiß er, dass der Trickfilm „Room on the Broom“ (deutsch: „Für Hund und Katz ist auch noch Platz") bei dem er und sein Freund Max Lang Regie geführt haben, für den Oscar nominiert ist – in der Kategorie „Animierter Kurzfilm“. Darin geht es um eine fliegende Hexe, die Tiere auf ihrem Besen mitreisen lässt. Als der Stiel unter der Last zerbricht, landen sie in einem Sumpf, in dem ein hungriger Drache schon auf sie wartet.

AZ: Herr Lachauer, herzlichen Glückwunsch zur Oscar-Nominierung. Wie haben Sie davon erfahren?

JAN LACHAUER: Max Lang, der mit mir Regie bei „Room on the Broom“ geführt hat, hat mich angerufen. Er hat es irgendwo im Internet gelesen.

Haben Sie mit der Nominierung gerechnet?

Gerechnet nicht. Aber ich war den ganzen Tag gespannt und habe regelrecht auf die Nominierungen gewartet.

„Room on the Broom“, auf deutsch „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ ist eine Kinderbuchverfilmung. Wie sind Sie auf das Buch aufmerksam geworden?

Ehrlich: Die Produzenten sind auf Max und mich zugekommen und haben uns gefragt. Dann haben wir das Buch gelesen und sofort gesagt: Wir machen es.

Der Film ist ein Kurzfilm, 26. Minuten ist er lang. Wie lange saßen Sie daran?

Wir haben 18 Monate daran gearbeitet. Sechs davon waren die Kernphase. Das ist wirklich lang für den kurzen Film. Aber bei Trickfilmen muss ja alles per Hand gebaut werden, keine Figur bewegt sich von selbst. Das ist sehr aufwändig.

Aber es hat sich gelohnt. Was erhoffen Sie sich durch die Nominierung?

Naja, die internationale Anerkennung ist schon toll. Und vielleicht bekomme ich ja auch interessante Angebote. Wer weiß, vielleicht gewinnen wir ja auch.

Vielleicht ruft ja auch Disney an?

Disney? Ja mei, warum nicht. Ich bin gerade zwar glücklich damit, freiberuflich zu arbeiten aber Kontakte zu den Großen, vor allem in Hollywood, das ist ja nie falsch.

Bei den Oscars ist ja Smoking-Pflicht. Haben Sie schon einen?

Nein, ich werde mir auch keinen kaufen. Eher will ich mir einen leihen. Neulich habe ich nämlich erst so viel Geld für einen Anzug ausgegeben, da hat jetzt nicht noch einer Platz im Schrank.

Auf wen freuen Sie sich denn am meisten, wenn sie am 2. März über den roten Teppich ins Dolby Theatre in LA laufen?

Ich hoffe sehr, dass Hayao Miyazaki kommt. Er ist ein japanischer Trickfilmer und nominiert mit seinem Animationsfilm „The Wind Rises“. Einen Oscar hat er schon. Ich würde ihn sehr, sehr gerne persönlich treffen.

Und ihr nächstes Projekt? Vielleicht zusammen mit Miyazaki einen Film machen?

Wer weiß... Allerdings arbeite ich im Moment daran, Apps für Trickanimationen und interaktive Kinderbücher zu entwickeln. Und an einem neuen Trickfilm sitze ich auch – aber dazu sage ich noch nichts. Aber wer weiß, was sich jetzt alles ergibt.

 

 

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