"Human Flow" - Das Privileg hinzuschauen

Für "Human Flow" ist der Künstler Ai Weiwei an die Brennpunkte der Flüchtlingsbewegungen in aller Welt gefahren.
| Adrian Prechtel
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Ai Weiwei tritt in seinem Film auch vor die Kamera.
Human Flow UG Ai Weiwei tritt in seinem Film auch vor die Kamera.

Ai Weiwei war mit seinem Sohn im Urlaub auf Lesbos, als zahllose Flüchtlinge dort strandeten. Er filmte mit seinem iPhone – und seine Erlebnisse waren der Startschuss für ein Filmprojekt, das er mit Berliner Produzenten entwickelte. Dem fertigen Film "Human Flow" merkt man diesen Entstehungsprozess an.

Es ist, als strandete der Film selbst wie ein Flüchtlingstreck oder -boot zufällig an diesem oder jenem Ort: von Bangladesch über Afghanistan (hier als Land, das rückkehrende Flüchtlinge beherbergen muss), von Gaza über Ungarn, wo die Grenze dicht gemacht wird, von Idomeni über Kenia bis in die Flüchtlingsunterkünfte der Hangars von Berlin-Tempelhof. Es gibt ästhetisierende Aufnahmen, dramatische Verzweiflungsszenen, und oft ist auch Ai Weiwei selbst im Bild: Er ist mitfühlender und objektiver Betrachter und gleichzeitig auch Betrachteter. Denn das sei nun mal die Realität für ihn als Künstler, wenn er irgendwo auftauche, sagt er.


Kino: Atelier
Regie: Ai Weiwei (D, 140 Min.)

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