Hitler-Attentäter als Vorbild

Für "Untergang"-Regisseur Oliver Hirschbiegel ist der Hitler-Attentäter Elser ein Vorbild für Mut und Zivilcourage. Der schwäbische Schreiner habe schon damals gespürt, dass der Nationalsozialismus in die Katastrophe führe.
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Oliver Hirschbiegel stellt auf der Berlinale seinen neuen Film über Georg Elser (kleines Foto) vor
dpa/az Oliver Hirschbiegel stellt auf der Berlinale seinen neuen Film über Georg Elser (kleines Foto) vor

Berlin - Regisseur Oliver Hirschbiegel (57, "Der Untergang") sieht den Hitler-Attentäter Georg Elser als ein Vorbild für Mut und Zivilcourage. Der schwäbische Schreiner habe schon 1939 gespürt, dass der Nationalsozialismus in die Katastrophe führe, sagte Hirschbiegel der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist 1939 eine große Leistung. Das Volk ist wie im Taumel, die Nazis versprechen eine glorreiche Zukunft. Und dieser Mann steht auf und sagt: Da muss man was machen."

Hirschbiegel, der mit seinem Oscar-nominierten NS-Drama "Der Untergang" international für Aufsehen gesorgt hatte, stellt bei der Berlinale seinen neuen Film "Elser" (Premiere heute, 16.00 Uhr) vor. Die Figur habe in schon zu seiner Schulzeit fasziniert, sagte Hirschbiegel. "Damals galt er als seltsamer Vogel, der sich in der Idee verrannt hatte, Hitler umzubringen." Das Attentat scheiterte damals nur knapp, weil Hitler den Münchner Bürgerbräukeller früher als erwartet verließ.

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