Himmelfahrtskommandos und noch ein Frankenstein: Die Kinotipps im März

Eine verzweifelte Reise ins All und durch die Zeit - oder doch die morbide Suche nach der großen Liebe? Das sind die Kino-Highlights im März.
(stk/spot) |
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Oscarpreisträger unter sich: Christian Bale (l.) als Neuinterpretation von Frankensteins Monster und Sam Rockwell als zotteliger Zeitreisender.
Oscarpreisträger unter sich: Christian Bale (l.) als Neuinterpretation von Frankensteins Monster und Sam Rockwell als zotteliger Zeitreisender. © © 2024 Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved. / © Constantin Film Distribution GmbH

Der Kino-März wartet mit einigen imposanten Hollywoodstars auf. Gleich zu Beginn des neuen Monats und nur kurz, nachdem bereits Jacob Elordi (28) Frankensteins Monster spielte, schlüpft Oscarpreisträger Christian Bale (52) in "The Bride! Es lebe die Braut" in die Rolle der tragischen Figur, ersonnen von Mary Shelley. Wer statt düsterer Fantasy auf Science-Fiction steht, hat gleich zwei vielversprechende Optionen: In "Good Luck, Have Fun, Don't Die" mimt Sam Rockwell (57) einen Zeitreisenden im Clinch mit einer KI. Und auch bei der Romanverfilmung "Der Astronaut" verschlägt es Ryan Gosling (45) auf ein Himmelfahrtskommando - nicht durch die Zeit, aber in die Weiten des Alls.

"The Bride! Es lebe die Braut", 5. März

Frankensteins einsames Geschöpf (Bale) begibt sich ins Chicago der 1930er-Jahre, um die brillante Wissenschaftlerin Dr. Euphronius (Annette Bening) um Hilfe zu bitten: Sie soll ihm eine Partnerin erschaffen. Gemeinsam erwecken sie eine ermordete junge Frau zum Leben - "die Braut" (Jessie Buckley) erblickt das Licht der Welt. Doch was daraufhin geschieht, übersteigt jede Vorstellungskraft: Mord, Obsession, eine ungezügelte, revolutionäre Kulturbewegung! Und inmitten dieses Chaos ein verstoßenes Paar, gefangen in einer leidenschaftlichen Romanze, deren Feuer gleichermaßen entfacht und vernichtet.

Einschätzung:

Kein halbes Jahr ist es her, dass Guillermo del Toro Mary Shelleys ikonische Figur zu neuem filmischem Leben erweckte. Warum also sollte man sich gleich wieder um die Leiden des missverstandenen "Monsters" kümmern? Nun, "The Bride! Es lebe die Braut" verleiht der Geschichte einen völlig neuen Dreh, verfrachtet sie in die 1930er Jahre und macht aus ihr eine von "Bonnie & Clyde" inspirierte "Wir gegen den Rest der Welt"-Erzählung. Dazu weist der Film Jessie Buckley als die titelgebende Braut, dazu Jake Gyllenhaal und Penélope Cruz in weiteren Rollen und Maggie Gyllenhaal auf dem Regiestuhl auf. Keine Frage, "The Bride! Es lebe die Braut" wird schräg - aber gerade deswegen interessant.

"Good Luck, Have Fun, Don't Die", 12. März

Eine seltsame Erscheinung stolpert in ein Diner: ein Typ (Rockwell) mit langen, zerzausten Haaren, gekleidet in ein Cyberpunk-Outfit. An seiner Brust ist ein technisches Gerät befestigt, das verdächtig nach einem Sprengzünder aussieht. Ohne Umschweife verkündet er den verdutzten Gästen, er komme aus der Zukunft. Sein Auftrag: Freiwillige rekrutieren, die ihm dabei helfen, eine außer Kontrolle geratene Künstliche Intelligenz zu vernichten - bevor diese die Welt ins Verderben stürzt. Mit der wenig subtilen Drohung, das gesamte Lokal in die Luft zu sprengen, gelingt es ihm schließlich, Ingrid (Haley Lu Richardson), Mark (Michael Peña), Janet (Zazie Beetz), Scott (Asim Chaudhry) und Susan (Juno Temple) davon zu überzeugen, dass ausgerechnet sie dazu bestimmt sind, die Menschheit vor der Versklavung durch die KI zu bewahren.

Einschätzung:

Schon der Titel deutet es an: "Good Luck, Have Fun, Don't Die" geht auf komödiantische Weise mit dem Thema Zeitreise um. Regisseur Gore Verbinski, der in seiner Karriere schon Blockbuster wie die ersten drei "Fluch der Karibik"-Filme, Megaflops wie "Lone Ranger", Horror à la dem "The Ring"-Remake und Tragikomödien der Marke "The Weather Man" drehte, fasste die Tonalität treffend zusammen: "In diesem Film ist unsere Zukunft so verkorkst, dass sie uns nicht Arnold Schwarzenegger geschickt hat - sondern Sam Rockwell! Es ist, als hätte jemand gesagt: 'Tut mir leid, alle Helden sind tot; das ist der, den wir haben.'" Ein wenig also wie "12 Monkeys" in nicht ganz so düster.

"Der Astronaut"

Als der Naturwissenschaftslehrer Ryland Grace (Gosling) an Bord eines Raumschiffs zu sich kommt, hat er keinerlei Erinnerung - weder an seine Identität noch daran, wie er Lichtjahre von der Erde entfernt gelandet ist. Stück für Stück kehrt sein Gedächtnis zurück und offenbart ihm den Grund seiner Reise: Eine geheimnisvolle Substanz droht, die Sonne zum Erlöschen zu bringen, und er ist der Einzige, der dieses Rätsel lösen kann. Um die Menschheit vor dem Untergang zu retten, muss er sein gesamtes wissenschaftliches Wissen aufbieten und dabei auch zu unkonventionellen Methoden greifen. Doch eine überraschende Begegnung könnte dafür sorgen, dass er diese gewaltige Aufgabe nicht völlig auf sich allein gestellt bewältigen muss.

Einschätzung:

Mit seinem Debütroman "Der Marsianer" gelang Andy Weir nicht nur der Durchbruch als Autor. Innerhalb kürzester Zeit wurde sein Buch auch mit Matt Damon in der Hauptrolle in Hollywood verfilmt und zum Kassenschlager. Sein dritter Roman "Der Astronaut", in deren Verfilmung sich nun Ryan Gosling allein im All herumschlagen muss, schlägt auf den ersten Blick eine sehr ähnliche Kerbe. Doch Skeptiker dürfen sich beruhigen, zumindest, wenn die Filmversion auch nur annähernd an die Vorlage heranreicht. Dann erwartet die Kinogänger neben einer spannenden Heldenreise entgegen aller Aussicht auf Erfolg auch die vielleicht liebenswürdigste Bromance des Jahres.

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