He-Man ist zurück: "Masters of the Universe" bietet gute Unterhaltung

Mit viel Action, Tempo und 80er-Jahre-Charme kehrt die Actionfigur He-Man mit "Masters of the Universe" zurück auf die große Leinwand. Die Neuverfilmung überzeugt mit einem spielfreudigen Ensemble, bleibt erzählerisch jedoch auf vertrautem Terrain.
(des/spot) |
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Nicholas Galitzine spielt He-Man in "Masters of the Universe".
Nicholas Galitzine spielt He-Man in "Masters of the Universe". © IMAGO/ZUMA Press

1982 brachte Mattel mit He-Man eine neue Actionfigur auf den Markt und legte damit den Grundstein für die langlebige Reihe "Masters of the Universe". Hinter dem muskelbepackten Helden steckt Prinz Adam, der als Beschützer von Eternia und der Burg Grayskull gegen den finsteren Skeletor antritt. Schon ein Jahr später folgte mit "He-Man - Tal der Macht" die erste Zeichentrickserie, während die Realverfilmung von 1987 mit Dolph Lundgren (68) beim Publikum weitgehend durchfiel.

Nun wagt sich Amazon an eine Neuauflage des Stoffes und setzt dabei auf Nicholas Galitzine (31), der bislang vor allem in romantischen Komödien mitgemacht hat. Die Neuinterpretation orientiert sich sichtbar am Ton klassischer 80er-Jahre-Abenteuerfilme: bunt, komisch, aber stets actionreich.

Story des Films

15 Jahre nach seinem Verschwinden kehrt Prinz Adam (Nicholas Galitzine) mithilfe des Schwerts der Macht nach Eternia zurück und findet eine Welt vor, die unter Skeletors (Jared Leto) grausamer Herrschaft nahezu zerstört ist. Um seine Familie zu retten und den Planeten zu befreien, schließt sich Adam mit seinen engsten Vertrauten zusammen: Teela (Camila Mendes) und Duncan, besser bekannt als Man-At-Arms (Idris Elba). Dabei steht er vor der entscheidenden Aufgabe, seine Bestimmung anzunehmen und endgültig in die Rolle von He-Man hineinzuwachsen - dem mächtigsten Kämpfer des Universums.

Farbenfrohes Abenteuer

"Masters of the Universe" überzeugt gleich in mehreren Punkten. Besonders ins Auge fällt die bunte Farbgestaltung, die sich wohltuend von vielen Blockbustern abhebt, die oft auf eine düstere Optik setzen. Stattdessen präsentiert sich der Film farbenfroh und visuell opulent, was dem Schauplatz Eternia etwas Magisches verleiht. Sowohl die Landschaften als auch die fantastischen Kreaturen und detailreichen Kulissen können sich sehen lassen. Auch die Spezialeffekte sind überzeugend ausgefallen.

Inhaltlich bleibt die Geschichte hingegen eher konventionell und bringt dem Genre keine neuen Impulse, erfüllt jedoch ihren Zweck. Positiv ist das insgesamt solide Erzähltempo, auch wenn sich der Film zu Beginn etwas zu viel Zeit lässt, bis die Handlung nach Eternia verlagert wird. Die anfänglichen Szenen auf der Erde wirken vergleichsweise öde. Landet aber Teela erstmal auf der Erde, um Prinz Adam nach Eternia zu begleiten, nimmt das Tempo zu und die actionreiche Geschichte kann losgehen.

Gute Balance

Regisseur Travis Knight (52) hat bereits mit dem "Transformers"-Ableger "Bumblebee" sein Gespür für Action unter Beweis gestellt und knüpft hier nahtlos daran an. Mit dynamischen Kameraperspektiven setzt er die Actionsequenzen wirkungsvoll in Szene. Es gibt einige Set Pieces, die im Gedächtnis bleiben. Auch die Balance zwischen Humor und ernstem Ton gelingt erstaunlich gut. Der Film orientiert sich klar an den Abenteuerfilmen vergangener Jahrzehnte: Farbenfroh und mit augenzwinkernden Momenten werden ernste Szenen aufgelockert und zugleich gibt es ausreichend Action.

Stellenweise wirkt "Masters of the Universe" aber überdreht und man wünscht sich, dass hier und da auf Lacher verzichtet worden wäre. Aber zumindest bleibt der Film seiner Linie treu. Zudem ist anzuerkennen, dass auf eine romantische Lovestory verzichtet und sich komplett auf die Origin-Story von Prinz Adam konzentriert wird.

Überzeugendes Ensemble

Auch schauspielerisch weiß "Masters of the Universe" zu überzeugen. Nicholas Galitzine zeigt in der Titelrolle, dass er den Wechsel ins Actionfach mühelos gemeistert hat. Die intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt: Physisch stark und mit spürbarer Spielfreude verkörpert er die Rolle des He-Man souverän und überzeugt sowohl in den Kampfszenen als auch in den humorvolleren Momenten. Camila Mendes (31), bekannt aus "Riverdale", übernimmt als Teela eine zentrale Nebenrolle und fügt sich nahtlos in das Ensemble ein. In ihrer bislang größten Produktion beweist sie nicht nur Präsenz und Ausstrahlung, es stimmt auch die Chemie mit Galitzine, was den gemeinsamen Szenen zusätzliche Dynamik gibt.

Idris Elba (53) verleiht Duncan aka Man-At-Arms, Anführer der Königsgarde, eine charismatische Note und sorgt mit seiner energiegeladenen Darstellung für einige der unterhaltsamsten Momente des Films. Jared Leto (54) ist als Skeletor bedrohlich und zugleich witzig - eine Kombination, die allgemein im Film funktioniert. Und nur so viel sei verraten: Es gibt einen Cameo-Auftritt im Film, der hartgesottene Fans der Actionfigur glücklich machen wird.

Fazit

"Masters of the Universe" ist ein unterhaltsames Fantasy-Abenteuer mit einigen temporeichen Actionsequenzen und einem gut aufgelegten Ensemble, das bei den Dreharbeiten sichtlich viel Spaß hatte.

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