Eine animierende filmfonische Nacht

Ein Laienorchester füllt die Philharmonie: Die FilmFoniker spielen – ja was wohl: Filmmusik! Und dafür wurden auch Klassiker neu arrangiert
| Volker Boser
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Christian Tramitz und Aylin Aykan beim Benefizkonzert der Bayerischen FilmFoniker zugunsten von Horizont e.V.
Wackerbauer Christian Tramitz und Aylin Aykan beim Benefizkonzert der Bayerischen FilmFoniker zugunsten von Horizont e.V.

Sie hilft, Personen zu charakterisieren, Atmosphäre zu schaffen. Sie kann in die Handlung eingreifen, den Zuschauer in die Irre führen. Die Macht der Musik im Film ist beträchtlich. Prokofjew oder Schostakowitsch haben sie genutzt.

Und auch Kleinkünstler wie Helmut Zerlett, den einige aus der Harald-Schmidt-Show kennen: Er steuerte die reichlich unbedeutende Musik zu einem Jerry-Cotton-Remake mit Christian Tramitz bei, der jetzt im Gasteig die „Große filmfonische Movie Night“ moderieren durfte. Live ist er weit weniger lustig als im Fernsehen. Das machte aber nichts. Als kundige Partnerin hatte er die Pianistin Aylin Aykan an seiner Seite. Sie brachte alles Wesentliche auf den Punkt.

Mehr war auch nicht nötig. Die Bayerischen FilmFoniker erledigten den Rest mit Hingabe. Die Amateur-Musikanten, darunter Juristen und PC-Freaks, waren vom Dirigenten Ingo P. Stefans prächtig vorbereitet worden. Zu Trailern aus „Das Parfüm“, „Das Leben der Anderen“, „Hotel Lux“ und „Der Schuh des Manitu“ erklang jeweils eine etwa zehn Minuten lange Auswahl der musikalischen Highlights. Besonders Ralf Wengenmayrs witzige Reminiszenzen an längst vergangene Swing-Zeiten („Hotel Lux“) kündeten von einer Menge an kompositorischer Fantasie.

Für die James-Bond-Auswahl musste man sich mit riesigen Filmpostern auf der Leinwand begnügen. Mehr war nicht drin. Als Entschädigung schmetterte Liz Howard mit mächtiger Röhre Shirley Basseys „Diamonds Are Forever“ und noch ein paar andere Klassiker.

Die Philharmonie war nahezu ausverkauft. Das sollte die FilmFoniker zu weiteren, ähnlichen Experimenten animieren: Max Steiner, Erich Wolfgang Korngold, Miklós Rózsa – spannende Filmmusik gibt es zuhauf. Schauspielerin Jutta Speidel konnte sich freuen. Der Erlös des Abends – 12 250 Euro – kam ihrer Stiftung „Horizont“ zugute, die sich um obdachlose Kinder und deren Mütter kümmert.

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