"Dirty Grandpa": Ein alters-geiler Typ

Robert De Niro, radikal wie immer, als „Dirty Grandpa“ zusammen mit Zac Efron.  
| Michael Stadler
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Robert De Niro als erotischer Brandstifter und Zac Efron als junger Biedermann.
Constantin Robert De Niro als erotischer Brandstifter und Zac Efron als junger Biedermann.

Robert De Niro, radikal wie immer, als „Dirty Grandpa“ zusammen mit Zac Efron.

Noch sieht er ganz seriös aus, Robert De Niro als Großvater Dick: der Bart graumeliert, die Miene ernst, weil er seine langjährige Ehefrau verloren hat. Kaum ist jedoch die Beerdigung vorbei, ist der Bart ab und Dicks Hose offen für ein bisschen Selbstbefriedigung. Der Alte hat noch Tinte im Füller, das muss sein Enkel bald erfahren. Und auf dem gemeinsamen Roadtrip zu einem alten Freund, machen sie einen Abstecher nach Daytona Beach in Florida.

Dort lassen sich die Kids volllaufen, sind ständig high und haben nur Sex im Kopf. Auch der Opa will nur das eine. Wer kann ihm das verdenken?

Lust auf Sex im Alter, dazu gibt es mittlerweile einige Filme, so etwas wie „Wolke 9“, wobei das deutsche Drama über spätes Frühlingserwachen tragisch enden muss. „Dirty Grandpa“ geht da einen anderen Weg, konfrontiert die Welt der Partyjugend mit ihrer Spaßsucht und fast schon langweiligen Freizügigkeit mit dem alten, derben Verbalerotiker Dick.

Der kommt mit seiner zur Schau getragenen Geilheit ziemlich gut an bei den Girls und Boys, abgesehen von seinem Enkel, der peinlich berührt ist, aber letztlich, im Gegensatz zum Alten, das falsche Leben lebt.Zac Efron mit seinem Waschbrettbauch könnte jede haben, aber er ist hier der biedere Spross, der sich in die Sicherheit einer Heirat flüchten will und sich vom Opa befreien lässt.

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Gemeinsam entwickeln sie eine Kraft, mit der sie den tumben Rest der Welt ausstechen können. Ihre Abenteuer zielen dabei bevorzugt unter die Gürtellinie. Es ist eine konsequent pubertäre Komödie mit albernen Witzen und wenigen Momenten der Besinnung.

Die US-Kritik wendete sich beschämt ab: De Niro beschädigt seine Legende, so der Vorwurf. Man könnte aber auch sagen, dass er wie in anderen Rollen kein Pardon mit sich und den Zuschauern kennt. In „Raging Bull“ war er genau das, ein wilder Stier, und nun ist er eben das, was der Titel verspricht: der „Dirty Grandpa“, der den Jungen zeigt, was eine Harke ist.

Wobei die hauptsächlich in seiner Hose steht.   


Kino: Mathäser, Cinemaxx, sowie Museum, Cinema (OV), Regie: Dan Mazer, (USA, 102 Min)

 

 

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