Der "Systemsprenger" Helena Zengel ist erwachsen geworden

Schauspiel-Durchbruch, Hollywood-Interesse, Golden-Globe-Nominierung - und das alles beinahe noch im Grundschulalter. Helena Zengel hat die internationalen Leinwände als Kind erobert und denkt gar nicht daran, sie als junge Frau wieder herzugeben.
(stk/spot) |
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Helena Zengel auf dem roten Teppich der Berlinale 2026.
Helena Zengel auf dem roten Teppich der Berlinale 2026. © imago/APress / A-way!/Sebastian Gabsch

Wer sich im Jahr 2019 das sehenswerte, wenn auch stellenweise emotional kaum zu ertragende Drama "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt (42) angesehen hat, dürfte mit einer Erkenntnis aus dem Film gegangen sein: Aus dieser Helena Zengel (17) wird mal ein ganz großer Star. Wie sie darin das neunjährige Problemkind Bernadette "Benni" Klaaß verkörpert, immer stärker zwischen herzzerreißender Sehnsucht nach Liebe und gehässiger Eskalation pendelt - eine für Deutschland geradezu beispiellose Darbietung.

Rund sieben Jahre liegt Zengels Durchbruchsfilm, der ihr umgehend die Tür nach Hollywood öffnete, nun schon zurück. Aus dem (gespielt trotzigen) Kind ist inzwischen eine elegante junge Frau geworden, wie Bilder von der derzeit stattfindenden Berlinale zeigen. Im schwarzen Kleid mit freier Rückenpartie posiert die 17-jährige Zengel dort für die Fotografen, durchaus mit dem Selbstbewusstsein einer Schauspielerin, die sich dank des Westerns "Neues aus der Welt" die Leinwand schon mit Superstar Tom Hanks (69) teilte. Ein Blick auf ihre bisherige Laufbahn und die anstehenden Projekte zeigt: Zengel hat nicht vor, wie manch ein anderer Ex-Kinderstar wieder in der Versenkung zu verschwinden.

US-Western bis deutscher Abenteuerfilm

Wie nachhaltig Hollywood Zengel - und Zengel Hollywood - beeindruckt hat, darüber sprach sie während der Dreharbeiten zu "Neues aus der Welt" mit der Nachrichtenagentur spot on news. Jedes Mal, "wenn es heißt 'and action'", durchfahre sie ein wohliges Kribbeln, schwärmte sie damals. Natürlich auch dank Hanks, der "wirklich sehr, sehr nett [war]. Ein bisschen wie ein väterlicher Freund." Als Lohn für ihre erste englischsprachige Rolle gab es prompt eine Golden-Globe-Nominierung, in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" lief ihr dann aber Jodie Foster den Rang ab.

Einzig auf die Traumfabrik verließ sich die Schauspielerin seit dieser unglaublichen Erfahrung mit dem zweifachen Oscarpreisträger aber nicht. 2021 wirkte sie noch in dem internationalen Weihnachtsfilm "A Christmas Number One" mit "Game of Thrones"-Scheusal Iwan Rheon mit, zwei Jahre später dann in der deutschen Fernsehserie "Sebastian Fitzeks: Die Therapie". Auf die deutsch-internationale Koproduktion "Transamazonia", in der sie ein Mädchen spielt, das einen Flugzeugabsturz im Amazonas überlebt, folgte mit dem Fantasystreifen "Die Legende von Ochi" wiederum eine große US-Produktion.

Der Film hat mit "Stranger Things"-Liebling Finn Wolfhard, "Chernobyl"-Star Emily Watson und Charaktermime Willem Dafoe gleich drei etablierte Stars zu bieten, die tragende Rolle als gutmütiges Mädchen Yuri ergatterte aber Zengel. Alleinige Hollywood-Hauptrolle mit knapp 16 Jahren - check!

Das hält die Zukunft parat

Auch in der kommenden Zeit scheint Helena Zengel diesem Erfolgsrezept treu bleiben zu wollen. Als nächstes steht laut Branchenseite "IMDb" mit "Bloody Tennis" ein ungewöhnliches deutsches Projekt mit internationalem Cast an. Es handelt sich dabei um einen Horrorfilm, angesiedelt in der Welt des Tennissports.

Ebenfalls in Postproduktion befindet sich die Serie "Westend Girl", die auf wahren Begebenheiten basiert. Zengel spielt darin die 19-jährige Ronja, deren angesehenen Eltern insgeheim einen Kokain-Ring in Berlin betreiben.

Auch ein US-Film führt sie bald nach (West-)Berlin: Das Drama "Eyes on Me" der Filmemacherin Jillian Martin spielt im Jahr 1969 und befindet sich noch in der Vorproduktion. Zengel verkörpert eine amerikanische Studentin namens Jane Peterson, die sich in einen Mann aus Ostberlin verliebt. Die Rolle einer gebürtigen US-Amerikanerin traut man ihr inzwischen also auch zu.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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