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„The Last Witch Hunter“: Vin Diesel gibt einem 90-Millionen-Langweiler noch den Rest. Als unsterblicher Hexenjäger macht er Jagd auf eine schlecht gelaunte Hexen-Fürstin in einseitigen harmlosen Kampfszenen.
| Florian Koch
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Hätte der Film sich doch auf die Hexe verlassen, anstatt Vin Diesel ranzulassen!
Concorde Hätte der Film sich doch auf die Hexe verlassen, anstatt Vin Diesel ranzulassen!

Angenommen, Hexen gäbe es wirklich. Und sie wandelten heute noch ganz unbemerkt unter uns. Wie sehen diese Bibi Blocksbergs dann aus, womit verdienen sie ihre Brötchen? Der Fantasy-Film „The Last Witch Hunter“ gibt wenigstens darauf eine durchaus charmante Antwort.

 

Unsterblicher Hexenjäger, der alles andere als "fast and furious" ist

 

Rote Haare und Gothic-Chic – das hätte man bei einer New Yorker Hipster-Hexe wie Chloe (Rose Leslie, bekannt aus „Game of Thrones“) ja noch erwartet. Aber einen Job als Kräuter-Cocktails mixende Bar-Besitzerin und einen Heilpflänzchen-Garten im Hinterhof? So eine Zauberin kann doch nichts Böses im Schilde führen! Und tatsächlich, Chloe holt als Traumwandlerin vielleicht schmerzliche Erinnerungen zurück, verhext jedoch niemanden. Nur leider reichen die Sympathie-Kräfte der flippigen Nachtwandlerin nicht aus, um diesen drögen Möchtegern-Blockbuster zu retten. Hauptfigur ist nämlich nicht das tapfere Helferlein, sondern ein unsterblicher Hexenjäger, gespielt von Action-Kahlkopf Vin Diesel. Und der ist hier überhaupt nicht „Fast & Furious“, sondern tritt nach einem schauerlich schlecht getricksten Prolog, bei dem er mit peinlich angeklebtem Fusselbart eine kreischende Hexenkönigin (Julie Engelbrecht) besiegt, auf die Spannungsbremse.

 

Kampfszenen ohne Magie

 

Vom Kämpfen ermüdet schlafwandelt der Mann mit der Reibeisenstimme durch die krude Fantasy-Mär, um ein Comeback der schlecht gelaunten Hexen-Fürstin zu verhindern. Wo bei der holprig inszenierten Hexen-Hatz jedoch das 90 Millionen Dollar Budget geblieben ist, bleibt schleierhaft. Die wenigen unblutigen, ohne Gefühl für Raum und Rhythmus montierten Kampfszenen haben nichts Magisches – und auch Michael Caines gelangweilter Fünf-Minuten-Auftritt als väterlicher Priester-Freund dürfte nicht viel gekostet haben.

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