Cannes-Highlight eröffnet Filmfest München – Sandra Hüller vor Ort

Paweł Pawlikowskis Nachkriegsdrama "Vaterland" mit Sandra Hüller und Hanns Zischler eröffnet am 27. Juni das 43. Filmfest München - und feiert damit gleichzeitig in Deutschland seine Premiere. In Cannes gab es für den Film Standing Ovations.
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Fotocall für "Vaterland" in Cannes mit (v.l.): August Diehl, Hanns Zischler, Paweł Pawlikowski und Sandra Hüller.
Fotocall für "Vaterland" in Cannes mit (v.l.): August Diehl, Hanns Zischler, Paweł Pawlikowski und Sandra Hüller. © imago/Avalon.red / Julie Edwards / Avalon

Wenn ein Film in Cannes minutenlange Standing Ovations erntet, ist die Erwartungshaltung hoch. "Vaterland" von Regisseur Paweł Pawlikowski (68) hat sie offenbar erfüllt - und kommt nun als Eröffnungsfilm des 43. Filmfest München nach Deutschland. Am Abend des 27. Juni feiert das biografische Drama im Gasteig HP8 zugleich seine Deutschland-Premiere, in Anwesenheit von Regisseur Pawlikowski und seinen Hauptdarstellern Sandra Hüller (48), Hanns Zischler (78) und August Diehl (50).

Sandra Hüller spielt Erika Mann, Tochter des Literaturnobelpreisträgers und selbst Schauspielerin, Kabarettistin, politische Stimme. Hanns Zischler ist als Thomas Mann zu sehen, der nach Kriegsende erstmals in sein Heimatland zurückkehrt. Das Drama beginnt in Frankfurt, in der amerikanischen Besatzungszone, und endet in Weimar, unter sowjetischer Kontrolle. Eine Deutschlandreise durch Ruinen - und durch die offenen Wunden einer ganzen Nation.

Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit

Die Ausgangslage des Films: Auf beiden Seiten der sich abzeichnenden innerdeutschen Grenze sehnt man sich nach dem großen Erzähler, nach Trost, Vergebung, Orientierung. Thomas Mann wird hofiert - von Wagner-Erben, von literarisch versierten Generälen, von Menschen, die Worte suchen. Doch während er als nationales Symbol auf Händen getragen wird, eskaliert das Drama in seiner eigenen Familie im Verborgenen.

Der polnische Regisseur Pawel Pawlikowski wurde für "Ida" mit dem Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" 2015 ausgezeichnet und gewann für "Cold War - Der Breitengrad der Liebe" (2018) in Cannes den Preis für die beste Regie sowie fünf Europäische Filmpreise.

"Europäisches Kino, made in Germany"

Das künstlerische Leitungsduo des Filmfests, Julia Weigl und Christoph Gröner, zeigte sich in einem Statement begeistert: "'Vaterland' ist wahrlich europäisches Kino, das zugleich made in Germany ist und einen Blick auf Deutschland wirft. In Cannes berührte er bereits ein großes internationales Publikum mit seinem epischen Blick auf damals sowie heute."

Es sei eine Ehre, das Festival "mit diesem Meisterwerk in Anwesenheit des grandiosen Casts eröffnen" zu dürfen.

Kinostart im September

Nach der Eröffnungsgala am 27. Juni läuft "Vaterland" auch in weiteren Publikumsvorstellungen auf dem Festival. Wer das Filmfest verpasst, bekommt eine weitere Chance: Am 3. September startet der Film bundesweit in den Kinos.

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