"Blood Red Sky": Horror über den Wolken

Peter Thorwarths Vampirschocker "Blood Red Sky" hat Hollywood-Niveau.
| Florian Koch
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Wer schützt hier wen? Nadja (Peri Baumeister) und Elias (Carl Anton Koch) haben viele Geheimnisse.
Wer schützt hier wen? Nadja (Peri Baumeister) und Elias (Carl Anton Koch) haben viele Geheimnisse. © Filmfest München/Netflix

Fast jeder Regisseur ist im Laufe seiner Karriere mit einem Traumprojekt schwanger. In der Realität werden diese visionären Film-Babys aber selten geboren. So konnte Stanley Kubrick zu Lebzeiten auch nie sein "Napoleon"-Projekt umsetzen.

Einer, der nach 16 Jahren Vorbereitung, einem aufwendigen Werbevideo und vielen Absagen für den Streamingdienst Netflix endlich seinen Wunschfilm umsetzen konnte ist Peter Thorwarth.

Peter Thorwarth ist Absolvent der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film 

Der Absolvent der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film wurde durch seine skurrilen Ruhrpott-Komödien ("Bang Boom Bang") bekannt. In seinem (Alb)Traumprojekt "Blood Red Sky" gibt es aber nicht mehr viel zu lachen.

Am Flughafen in Frankfurt wird der zehnjährige Elias (Carl Anton Koch) auffällig, als er spät am Abend das Gepäck für einen Langstreckenflug aufgibt. Dem misstrauischen Farid (Kais Setti) erklärt sich der Junge, erzählt von seiner kranken Mama Nadja (Peri Baumeister), mit der er zu einem New Yorker Arzt fliegen soll, der sie als einziger noch kurieren kann.

"Blood Red Sky" läuft bei "Kino, Mond & Sterne" und im Arri

Mitten im Flug wird Nadja ihr Geheimnis lüften müssen, um ihrem Sohn und vielen anderen das Leben zu retten. Denn das Flugzeug wird plötzlich von Terroristen gekapert, der Pilot getötet.

Als die Maschine die Route ändert, wehrt sich Nadja, bis sie der Psychopath Eightball (Alexander Scheer) erschießt. Doch Nadja steht wieder von den Toten auf, als Kreatur mit Glatze und Reißzähnen, was Terroristen wie Passagiere gleichermaßen schockt. Es gibt viele Gründe, warum der Mix aus 90er Jahre Action der Marke "Air Force One" und hartem Vampir-Horror so gut zu unterhalten versteht. Zum einen wäre die für einen deutschen Genrefilm herausragende Inszenierung, die von der fesselnden Kameraarbeit (Yoshi Heimrath) bis zu den gruslig echt wirkenden Masken (Oscarpreisträger Mark Coulier) locker Hollywood-Niveau erreicht. Und zum anderen setzt Thorwarth klugerweise nicht nur auf Suspensemomente, sondern auf eine bissig ausgespielte, bei allem Irrsinn stets glaubwürdige Mutter-Sohn-Beziehung.


8. Juli, 21.15 Uhr, Kino, Mond & Sterne; 9. Juli, 17 Uhr, Astor Filmlounge im Arri; jeweils nach dem Film: Q&A mit Peter Thorwarth, Produzent Christian Becker, Peri Baumeister, Alexander Scheer, Kais Setti

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