Bezaubernde Familiengeschichte

In der Verfilmung "Wunder" des gleichnamigen Romans und Bestsellers von R.J. Palacois zeigt der erst elfjährige Jacob Tremblay erneut sein Können.
Nadine Wenzlick |
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Nachdem seine Eltern Auggie (Jacob Tremblay) bisher eher vor der Außenwelt versteckt haben, soll er nun auf eine öffentliche Schule gehen.
2017 Studiocanal GmbH / Dale Robinette Nachdem seine Eltern Auggie (Jacob Tremblay) bisher eher vor der Außenwelt versteckt haben, soll er nun auf eine öffentliche Schule gehen.
Kinder können gemein sein. Wer nicht die richtigen Klamotten trägt, den falschen Haarschnitt hat oder eben einfach anders ist, dem wird das Leben oft schwer gemacht. Und August "Auggie" Pullmann, der Protagonist in "Wunder", hat es besonders schwer: Er ist zehn Jahre alt, ein witziger, kluger und warmherziger Junge, doch auf Grund eines Gendefekts ist sein Gesicht von Geburt an entstellt. 27 Operationen hat er bereits hinter sich, trotzdem versteckt er sich nach wie vor am liebsten unter einem Astronautenhelm. "Was immer ihr euch vorstellt, es ist schlimmer", notiert er in sein Tagebuch. Bisher hat seine Mutter
ihn zu Hause unterrichtet, doch nun soll Auggie eine normale Schule besuchen. Was folgt, ist eine berührende Geschichte über Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen. Der Familienfilm "Wunder" basiert auf dem gleichnamigen Debütroman von R.J. Palacio. Als Inspiration diente der Autorin ein Erlebnis mit ihrem dreijährigen Sohn: Die beiden standen in der Schlange einer Eisdiele, als ihr Sohn ein Mädchen
mit einem deformierten Gesicht erblickte und zu weinen begann. Natalie Merchants Song "Wonder" machte R.J. Palacio schließlich darauf aufmerksam, dass das Erlebnis eine wertvolle Lektion für die Gesellschaft sein könnte - und so fing sie an zu schreiben. Der Roman erschien 2012, wurde seitdem in 45 Sprachen übersetzt und mit diversen Preisen ausgezeichnet. Regisseur Stephen Chbosky brachte die herzerwärmende Geschichte der Familie Pullman nun auf die Leinwand. Mit Oscar-Gewinnerin Julia Roberts und Owen Wilson als Auggies Eltern
ist der Film prominent besetzt, doch es ist vor allem Jacob Tremblay, der begeistert. Der elfjährige Nachwuchsschauspieler aus Kanada machte bereits in "Die Schlümpfe 2" und dem Drama "Raum" eine gute Figur. Als Auggie ist er wirklich fantastisch. Da ist oft Traurigkeit in seinem Blick, aber stets auch viel Mut und Hoffnung. Es zerreißt einem förmlich das Herz, als er das erste Mal durch das Tor seiner neuen Schule schreitet. Allerdings ist Auggie längst nicht der Einzige, der leidet. Vater Nate Pullman kümmert sich aufopferungsvoll um seine Familie, Mutter Isabel Pullman hat ihren Traum, Illustratorin zu werden, aufgegeben und Auggies Schwester Via fühlt sich zu Recht vernachlässigt. "August ist die Sonne, meine Eltern
und ich sind Planeten, die um die Sonne kreisen", beschreibt sie die Situation. "Wunder" hat wahnsinnig viel Tiefgang, ist jedoch in keinem Moment deprimierend. Manche Szenen sind zum Heulen - mal weil's traurig ist, dann weil's einfach schön ist - aber gleichzeitig ist der Film wahnsinnig humorvoll. Nicht umsonst hielt sich der Film wochenlang an der Spitze der US-Kinocharts. Die deutsche Film- und Medienbewertung hat ihm das "Prädikat besonders wertvoll" verliehen. Julia Roberts, die schon sehr früh in das Projekt involviert war, fasst es sehr treffend zusammen: "Ich finde, diese Geschichte erinnert uns daran, dass jeder von uns im Leben die Gelegenheit hat, freundlicher und geduldiger zu sein." - "Wunder" betont, wie wertvoll und besonders jeder Einzelne ist, wie überflüssig und dämlich Mobbing ist, und dass keiner von uns "normal" ist.
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