Berlinale 2026: Afghanisches Drama als Eröffnungsfilm auserkoren

Die 76. Berlinale startet mit einer Weltpremiere: "No Good Men" von der afghanischen Filmemacherin Shahrbanoo Sadat wird am 12. Februar den Eröffnungsfilm darstellen.
(stk/spot) |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Die afghanische Filmemacherin und Schauspielerin Shahrbanoo Sadat eröffnet die diesjährige Berlinale mit ihrem neuen Werk "No Good Men".
Die afghanische Filmemacherin und Schauspielerin Shahrbanoo Sadat eröffnet die diesjährige Berlinale mit ihrem neuen Werk "No Good Men". © imago/Capital Pictures / CAP/KFS

Am 12. Februar 2026 öffnet die Berlinale wieder ihre Pforten. Inzwischen hat die Veranstaltungsleitung enthüllt, welches Werk als Eröffnungsfilm der 76. Ausgabe fungieren wird: Es handelt sich dabei um das afghanische Liebesdrama "No Good Men", den nunmehr dritten Spielfilm der Regisseurin Shahrbanoo Sadat (36). Der Film wird demnach als Weltpremiere im Berlinale Palast präsentiert.

Laut Berlinale-Direktorin Tricia Tuttle gehört Sadat "zu den spannendsten Stimmen des internationalen Kinos". Zur Wahl ihres neuen Werks als Eröffnungsfilm der kommenden Berlinale heißt es weiter, Sadat rücke damit "erneut das Leben afghanischer Frauen in den Mittelpunkt und verbindet eine mitreißend politische Geschichte mit Romantik und feinem Humor. Dass der Film wahre Begebenheiten aufgreift und seine Entstehung für die Regisseurin mit großen Risiken verbunden war, macht 'No Good Men' zu einem umso eindrucksvolleren Auftakt der 76. Berlinale".

Sadat gehört zu den bekanntesten Regisseurinnen Afghanistans - und musste 2021 wie Zehntausende andere Menschen aus Kabul fliehen, als die Taliban die Hauptstadt einnahmen.

Sie wirkt auch als Hauptdarstellerin mit

Nicht nur hinter der Kamera ist Sadat aktiv, in "No Good Men" hat sie neben der Regie auch die Hauptrolle übernommen. Die 36-Jährige spielt darin die Figur Naru, die einzige Kamerafrau bei Kabul TV. Naru ist davon überzeugt, dass es keine guten Männer in Afghanistan gibt - bis sie kurz vor der Rückkehr der Taliban den Reporter Qodrat auf einem Außeneinsatz kennenlernt.

Sadats bisheriges Werk wurde bereits international gefeiert. Ihr Debüt "Wolf and Sheep" (2016) und ihr zweiter Film "Parwareshgah" ("Kabul Kinderheim", 2019) liefen beide in der Sektion "Quinzaine des Cinéastes" in Cannes. "Wolf and Sheep" gewann dort sogar den Hauptpreis.

Wim Wenders ist Jurypräsident

Die Berlinale wird vom 12. bis zum 22. Februar 2026 stattfinden. Am 3. Februar wird das gesamte Programm enthüllt, Regisseur Wim Wenders fungiert in diesem Jahr als Jurypräsident. Auch die erste Preisträgerin steht bereits fest, die malaysische Schauspielerin und Oscar-Gewinnerin Michelle Yeoh erhält den Goldenen Ehrenbären.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.