Bayerischer Filmpreis: Fatih Akins "Amrum" gewinnt "Besten Film"

Emotionaler Abend für Fatih Akin: Sein Kriegsdrama "Amrum", das auf Kindheitserinnerungen seines Mentors Hark Bohm basiert, triumphierte am Freitag bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises in der Königskategorie.
(ncz/spot) |
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Fatih Akin und "Amrum"-Hauptdarsteller Jasper Billerbeck beim Bayerischen Filmpreis.
Fatih Akin und "Amrum"-Hauptdarsteller Jasper Billerbeck beim Bayerischen Filmpreis. © Andreas Rentz/Getty Images

Großer Abend für das deutsche Kino: Bei der 47. Verleihung des Bayerischen Filmpreises am Freitagabend im Münchner Prinzregententheater wurde das Drama "Amrum" von Star-Regisseur Fatih Akin (52) mit der prestigeträchtigsten Auszeichnung des Abends geehrt. Der Film setzte sich in der Königskategorie gegen die ebenfalls nominierten Werke "Heldin" und "22 Bahnen" durch.

Emotionales Projekt für Fatih Akin

"Amrum" erzählt eine zutiefst persönliche Geschichte: Der Film basiert auf den Kindheitserinnerungen des im November 2025 verstorbenen Filmemachers Hark Bohm, der auch das Drehbuch mitschrieb. Im Zentrum steht der zwölfjährige Nanning (gespielt vom Newcomer Jasper Billerbeck), der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs auf der Nordseeinsel Amrum versucht, seiner depressiven Mutter einen Herzenswunsch zu erfüllen: ein einfaches Weißbrot mit Butter und Honig.

Die Jury begründete ihre Entscheidung emotional: "Obwohl Bomben fallen und es um menschliche Würde geht, ist 'Amrum' ein stiller, leiser Film. Regisseur Fatih Akin ist ein ästhetisch und inhaltlich dichter Film gelungen, der den Bogen in die jüngere Gegenwart schlägt - eine Gegenwart, in der Flucht und Vertreibung wieder ihren Schrecken verbreiten."

Für Fatih Akin, der sonst eher für raue Stoffe wie "Gegen die Wand" oder "Der Goldene Handschuh" bekannt ist, markiert "Amrum" eine neue Facette in seinem Schaffen. Er übernahm das Projekt von seinem Mentor Hark Bohm (1939-2025), als dieser aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst Regie führen konnte und drei Monate nach dem Kinostart starb.

Die weiteren Preisträger

Neben dem Hauptpreis, der mit 100.000 Euro dotiert ist, wurden am Abend weitere herausragende Leistungen gewürdigt. Ministerpräsident Markus Söder überreichte den Ehrenpreis für das Lebenswerk an den sichtlich gerührten Münchner Schauspieler und Regisseur Florian David Fitz (51). Leonie Benesch (34) wurde für ihre Leistung in dem Drama "Heldin" als Beste Darstellerin ausgezeichnet. Rainer Bock wurde für seine Rolle in "Karla" als Bester Darsteller geehrt.

Die Trophäe für den erfolgreichsten Film ging an Michael "Bully" Herbig (57) für sein spätes Sequel "Das Kanu des Manitu". Der Regie-Preis für Newcomer ging an Michael Kofler für sein Debüt "Zweitland".

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