John Butler in München: Die Tonhalle tobt

Die Münchner Tonhalle war bis zum letzten Platz ausverkauft; und die Fans hatten einen Riesenspaß. John Butler.
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Dorothee Falke Illustration

MÜNCHEN - Die Münchner Tonhalle war bis zum letzten Platz ausverkauft; und die Fans hatten einen Riesenspaß. John Butler.

Die Erfolgs-Story des John Butler liest sich wie ein kitschiges Rock-Märchen: Im zarten Alter von 11 von der Großmutter eine Dobro geschenkt bekommen, diese alte Folkvariante der Gitarre bis zur Perfektion als Autodidakt erlernt, als Straßenmusiker erste eigene Songs gemacht - und heute regelmäßig in seiner Heimat Australien auf Platz 1 der Hitparaden. Dass auch seine diesjährigen Deutschland-Gastspiele sehr erfolgreich verliefen, erscheint nur noch logisch. Die Münchner Tonhalle war bis zum letzten Platz ausverkauft; und die Fans hatten einen Riesenspaß.

Dabei ist Butler kein Erneuerer, kein Revolutionär. Er bleibt den alten Roots treu, spielt Folk mit Rock-, Country-, Blues- und Reggae-Einflüssen, und zeigt sich vor allem als Saitenkünstler. Ständig wechselt er von einer Gitarre zur anderen, greift auch mal zum Banjo, und glänzt vor allem an der Slide- und Pedal-Steel-Guitar. Und wird dabei von seinen beiden neuen Mitmusikern Nicky Bomba an den Drums und Bassist Byron Luiters trefflich in Szene gesetzt.

Doch trotz aller Virtuosität bleiben die Songs - dieses Mal hauptsächlich aus dem Album "April Uprising" - eingängig und meist auch tanzbar. Und dass die alten Hits wie "Used To Get High", "Better Than" und "Good Excuse" ebenfalls für viel Bewegung im Publikum sorgen, ist ohnehin klar.

Nur einmal am Abend präsentiert sich das Trio als Soundpfadfinder, mit einem episch langem Instrumental zwischen Psychedelic und Worldmusic. Mit einem Bein in einem orientalischen Bazar, mit dem anderen in höheren Sphären. Auch Bass und Schlagzeug werden als Melodie-Instrumente eingesetzt, und die Halle tobt. So was hat man bislang noch nie gehört, Hut ab.

Arno Frank Eser

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