Hellmuth Karasek lästert wieder über Günter Grass

Literaturkritiker Hellmuth Karasek hat anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls seine Kritik an Günter Grass erneuert und dem Autor vorgeworfen, er habe sich den Literatur-Nobelpreis "erschlichen".
| (emk/spot)
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Hellmuth Karasek leitete von 1974 bis 1996 das Kulturressort beim Magazin "Der Spiegel"
ddp images Hellmuth Karasek leitete von 1974 bis 1996 das Kulturressort beim Magazin "Der Spiegel"

Der Literaturkritiker Hellmuth Karasek (80, "Betrug") hat Günter Grass (87, "Die Blechtrommel") erneut kritisiert. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" wiederholt er seinen Vorwurf, Grass habe sich den Nobelpreis für Literatur "erschlichen".

Karasek führte seine Kritik unter anderem auf Grass' Zeit bei der Waffen-SS zurück: "Den Preis hätte er nie bekommen, wenn er diese Vergangenheit zugegeben hätte". In einem Interview hatte Grass 2006 seine Zugehörigkeit dazu bekannt gegeben.

Auf MyVideo sehen Sie ein spannendes Interview mit Hellmuth Karasek

Karasek erklärte außerdem, dass Grass' Roman "Ein weites Feld" keineswegs ein Roman zur Einheit sei. "Es war ein Buch, das hohe Erwartungen weckte und nichts davon erfüllte."

Seiner Meinung nach schrieb Uwe Tellkamp (46) mit "Der Turm" einen Einheits-Roman. Karasek verantwortete als Kultur-Chef des "Spiegels" jenes Cover, auf dem Marcel Reich-Ranicki "Ein weites Feld" zerriss.

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