Harry wird erwachsen

Für Daniel Radcliffe beginnt mit „Die Frau in Schwarz” das Leben nach Harry Potter. Im Interview spricht er über seine Ängste
| Claudia Zanolini
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Er hat sich für sein Nachfolgeprojekt der millionenschweren „Harry Potter”-Saga Zeit gelassen. Am Ende war Daniel Radcliffes Entscheidung goldrichtig. Für den herrlich altmodischen Gruselfilm „Die Frau in Schwarz”, in dem der Jungstar den niedergeschlagenen Juristen Arthur auf Geistersuche spielt, bekam Radcliffe nicht nur gute Kritiken. Der Film war an den britischen und US-amerikanischen Kinokassen auch ein voller Erfolg.

AZ: Mr. Radcliffe, was ist Ihnen bei den Dreharbeiten zu „Die Frau in Schwarz” am schwersten gefallen?

DANIEL RADCLIFFE: Eine große physische Herausforderung war es, etwas Schlammiges aus dem Moor zu ziehen. Diese Szene haben wir zwei Tage lang gedreht und es war ziemlich kalt und richtig nass. Der Schlamm war allerdings kein echter, sondern nur ein Spezialeffekt. So etwas verwendet man in TV-Kindershows, um andere vollzuschleimen.

Sie haben gesagt, „Die Frau in Schwarz” ist genau die Art von Film, die Sie niemals sehen würden, da Sie so schreckhaft sind. Wie erging es Ihnen dann während der grusligsten Szenen?

Eigentlich konnte ich sie alle problemlos drehen. Die Szenen sind bei den Dreharbeiten auch nicht wirklich erschreckend, da man von vielen Teammitgliedern umgeben ist. Wir haben auch sehr oft gelacht, als wir einige lächerliche Angst-Gesichter von mir zusammenschneiden mussten. Als ich den Film aber zum ersten Mal gesehen habe, gab es Schocks, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Und die haben mich kalt erwischt.

Ihr Film spielt mit dem Thema „Geistererscheinung”. Glauben Sie an das Übernatürliche?

Nein. Weder an Geister, noch an andere Erscheinungen. Ich würde aber gerne in einer Welt leben, in der es Geister und Gespenster gibt. Das wäre wirklich aufregend! Aber leider ist dem nicht so.

Der Film wird sehr stark mit Ihrem Namen beworben. Glauben Sie auch, dass er die Potter-Fans erreichen kann?

Das ist doch genau die Rolle, die Harry Potter-Fans lieben werden. Und ehrlich gesagt, habe ich meine Fans schon mit meiner Theater-Performance in „Equus” getestet. Da war ich zum ersten Mal nicht mehr als Junge, sondern als Mann zu sehen. Alle, die diese Verwandlung akzeptiert haben, werden kein Problem mit meinem neuen Film haben.

Sie spielen einen guten Menschen, der es nicht leicht hatte und das Böse bekämpfen muss. Da ist er Harry Potter doch nicht unähnlich.

Wenn Sie meine Figur darauf reduzieren, dann stimmt das natürlich. Ich glaube, die Vergleiche beruhen aber hauptsächlich auf dem übernatürlichen Kontext der Stoffe. Dabei ist Harry jemand, der sich jeder Herausforderung kämpferisch gestellt hat, während Arthur nicht wirklich sehr an seinem Leben liegt. Erst gegen Ende wird sich dieser wandelnde Schatten der Verantwortung für seinen Sohn bewusst.

Wenn Sie kein berühmter Schauspieler geworden wären, was würden Sie tun?

Das, wovon Kinder träumen: Astronaut oder Soldat. Ich war in der Schule aber nicht sehr gut, das hätte meine Karrierepläne kaum verbessert. Aber wenn mir jemand eine Pistole an den Kopf hält, und mir sagen würde: „Du musst alles aufgeben und neu anfangen!” – dann wäre ich Archäologe geworden.

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