Frido Mann und die Bücher seines Großvaters

Wer im Schatten eines ganz Großen steht, hat es nicht immer leicht im Leben. Davon kann auch Frido Mann berichten.
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Frido Mann, der Enkel des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, hatte es nicht immer leicht mit seinem Großvater.
Peter Kneffel/dpa/dpa Frido Mann, der Enkel des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, hatte es nicht immer leicht mit seinem Großvater.

München - Frido Mann, Enkel des Schriftstellers Thomas Mann (1875-1955), hat bis heute nicht alle Werke seines Großvaters gelesen. Dies sagte er der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem 80. Geburtstag (31. Juli) in München.

Mit dem vierbändigen Roman "Joseph und seine Brüder" will er sich beispielsweise noch einmal intensiver befassen. Die politischen Essays Thomas Manns betrachtet er als dessen wichtigste Schriften. Einsteigern in das Werk des Literaturnobelpreisträgers empfiehlt Frido Mann den Klassiker "Buddenbrooks".

Dieser sei das erfolgreichste Buch Thomas Manns, sagte ein Sprecher des S. Fischer Verlages in Frankfurt. In den vergangenen Jahren habe es sich stets zwischen 10 000 und 15 000 Mal verkauft. Auch für 2020 zeichne sich eine entsprechende Zahl ab.

Thomas Mann hatte seinen Enkel Frido in seinem Alterswerk "Doktor Faustus" (1947) als Vorbild für die Figur des kleinen Nepomuk genommen, der einen qualvollen Tod erleidet. Dies traf seinen Enkel später tief. Sein halbes Leben lang habe er sich deswegen geweigert, die Bücher Thomas Manns zu lesen, schrieb Frido Mann in seiner Autobiographie.

© dpa-infocom, dpa:200724-99-907508/2

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