Filmpreis: Die Gewinner, die Promis, die Gala

Heiteres und Ernstes beim Bayerischen Filmpreis: Dörrie jubelt über ihren ersten Regiepreis – und Wenders will weitermachen
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Promiauflauf im Prinzregententheater. Prominente aus Film und Fernsehen feierten das vergangene Kinojahr - und die Preisträger.
dpa 34 Promiauflauf im Prinzregententheater. Prominente aus Film und Fernsehen feierten das vergangene Kinojahr - und die Preisträger.
Schauspielerin Veronica Ferres und Schauspieler Vladimir Burlakov
dpa 34 Schauspielerin Veronica Ferres und Schauspieler Vladimir Burlakov
Schauspielerin Veronica Ferres und Schauspieler Vladimir Burlakov
34 Schauspielerin Veronica Ferres und Schauspieler Vladimir Burlakov
Schauspielerin Veronica Ferres und Schauspieler Vladimir Burlakov
dpa 34 Schauspielerin Veronica Ferres und Schauspieler Vladimir Burlakov
Veronica Ferres
dpa 34 Veronica Ferres
Bettina Mittendorfer
dpa 34 Bettina Mittendorfer
Nicola Tiggeler (l) und Mona Seefried.
dpa 34 Nicola Tiggeler (l) und Mona Seefried.
Iris Berben
dpa 34 Iris Berben
Regisseur Wim Wenders und seine Frau Donata
dpa 34 Regisseur Wim Wenders und seine Frau Donata
Marita Marschall
dpa 34 Marita Marschall
Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und seine Frau Karin.
dpa 34 Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und seine Frau Karin.
Michaela May und ihr Mann Bernd Schadewald
dpa 34 Michaela May und ihr Mann Bernd Schadewald
Michaela May und ihr Mann Bernd Schadewald
34 Michaela May und ihr Mann Bernd Schadewald
Bettina Mittendorf mit ihrem Preis.
dapd 34 Bettina Mittendorf mit ihrem Preis.
Christian Zuber steig aus einem "Taxi".
dapd 34 Christian Zuber steig aus einem "Taxi".
Corinna Eich
dapd 34 Corinna Eich
Jella Haase (links)
dapd 34 Jella Haase (links)
Kameramann Hannes Hubach
dapd 34 Kameramann Hannes Hubach
Marcus H. Rosenmüller
dapd 34 Marcus H. Rosenmüller
Nicola Tiggeler und Mona Seefried
dapd 34 Nicola Tiggeler und Mona Seefried
Nicolette Krebitz
dapd 34 Nicolette Krebitz
Axel Milferd und Arno Goldfinger
dpa 34 Axel Milferd und Arno Goldfinger
Christoph Suess
dpa 34 Christoph Suess
Maren Gilzer
dpa 34 Maren Gilzer
Maria Mena
dpa 34 Maria Mena
Marita Marschall
dpa 34 Marita Marschall
Simon Verhoeven
dpa 34 Simon Verhoeven
Gruppenfoto
dpa 34 Gruppenfoto
Wim Wender mit Preis
dpa 34 Wim Wender mit Preis
Doris Dörrie
dpa 34 Doris Dörrie
Elmar Wepper
dpa 34 Elmar Wepper
Veronica Ferres
dpa 34 Veronica Ferres
Friedrich von Thun mit Tochter Goia
dpa 34 Friedrich von Thun mit Tochter Goia
Götz Otto
dpa 34 Götz Otto

München - Einen Moment lang schien es wieder nichts zu werden mit dem ersten Regiepreis für Doris Dörrie. Schriftsteller Ferdinand von Schirach hatte am Freitagabend seine Laudatio schon gehalten, Dörrie stand auf der Bühne bereit – doch es fehlte der Bayerische Filmpreis, die Porzellanfigur „Pierrot“. Schon wollte die Regisseurin etwas in den Saal rufen, da kam als Überraschungsgast die Hauptdarstellerin ihres neuen Films „Glück“, die italienische Schauspielerin Alba Rohrwacher, auf die Bühne: mit einem „Pierrot“ in der Hand. „Grazie“ rief Dörrie enthusiastisch ins Mikrofon, als sie die Figur aus Nymphenburger Porzellan schließlich in den Händen hielt.

 

„Ich hab ihn doch gekriegt: Mein erster Regiepreis.“ Ausgezeichnet wurde die 56-Jährige für einen Film, der noch gar nicht zu sehen ist: „Glück“ feiert auf der Berlinale Weltpremiere und kommt am 23. Februar in die Kinos.

 Anekdoten und prominente Laudatoren

Insgesamt wurden während der mehr als zweieinhalbstündigen feierlichen 33. Verleihung des Bayerischen Filmpreises im Münchner Prinzregententheater Auszeichnungen in 14 Kategorien vergeben. Auf der Bühne wechselten sich prominente Laudatoren wie die Schauspieler Axel Milberg, Günther Kaufmann und Hannah Herzsprung oder Cap Anamur-Gründer Rupert Neudeck ab.

Auszeichnungen gab es unter anderem für Andreas Dresens Sterbedrama „Halt auf freier Strecke“ (Produzentenpreis und beste Darsteller), für Leander Haußmanns „Hotel Lux“ (Produzentenpreis), die bayerische Telefonsex-Komödie „Eine ganz heiße Nummer“ (Beste Darstellerin) sowie „Dreiviertelmond“ (Drehbuchpreis). Zum besten Kinderfilm wurde die 3D-Produktion „Wickie auf großer Fahrt“ gekürt, den Publikumspreis erhielt Simon Verhoeven für seine zweite „Männerherzen“-Komödie.

Immer wieder entlockte das Moderatoren-Team während der Gala, die live im Bayerischen Fernsehen übertragen wurde, den prominenten Gästen im Theater die eine oder andere Anekdote. So berichtete Dörrie von ihrem ersten Kinobesuch im Alter von sieben oder acht Jahren: Ihr Vater habe ihr bei Winnetou bei dramatischen Szenen immer die Augen zuhalten müssen. Geweint habe sie trotzdem: „Winnetou hat mich immer zu Tränen gerührt.“

Gisela Schneeberger wiederum berichtete von ihren ersten zaghaften Telefonsex-Übungen für den Film „Eine ganz heiße Nummer“. Selbst habe sie zur Vorbereitung auf ihre Rolle allerdings nie die Nummer einer richtigen Sex-Hotline gewählt: „Das würde ich mich nie trauen.“

Wenders denkt nichts an Aufhören

Moderator Christoph Süß musste aber immer wieder die Brücke auch zu ernsten Themen schlagen – zu Neonazis in Deutschland, zum Sterben, zu Flüchtlingen in Afrika und der Spurensuche eines israelischen Juden in Deutschland. Denn letztlich gaben die Themen des Abends die ausgezeichneten Filme vor. Zum Abschluss der Gala erhoben sich die Zuschauer im Saal zu stehenden Ovationen für einen der bedeutendsten deutschen Regisseure: Wim Wenders wurde für seine herausragenden Leistungen für den deutschen Film mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Nach seinen Dankesworten an Weggefährten stellte der 66-Jährige klar, dass er ungeachtet der Auszeichnung für sein Lebenswerk nicht ans Aufhören denkt: Mit dem Preis sei ja kein Berufsverbot verbunden, „also machen wir weiter“.

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