Erwartungen und Wiedersehen

Vor einem Liebesentzug des Publikums wegen der Fußball-EM haben Andreas Ströhl, Chef des Filmfest München, und sein Team keine Angst. Denn das Filmfest in Münchener öffnet der Cannes-Sieger. Dazu gibt es eine starke deutsche Reihe und einen neuen Preis.
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Von der Côte d’Azur an die Isar: Regisseur Laurent Cantet (Mitte) und seine Schüler-Darsteller aus Paris freuen sich über die Goldene Palme von Cannes für den Film „Die Klasse“. Der eröffnet am 20. Juni das 26. Internationale Filmfest München.
Reuters Von der Côte d’Azur an die Isar: Regisseur Laurent Cantet (Mitte) und seine Schüler-Darsteller aus Paris freuen sich über die Goldene Palme von Cannes für den Film „Die Klasse“. Der eröffnet am 20. Juni das 26. Internationale Filmfest München.

Vor einem Liebesentzug des Publikums wegen der Fußball-EM haben Andreas Ströhl, Chef des Filmfest München, und sein Team keine Angst. Denn das Filmfest in Münchener öffnet der Cannes-Sieger. Dazu gibt es eine starke deutsche Reihe und einen neuen Preis.

Vor einem Liebesentzug des Publikums wegen der Fußball-EM haben Andreas Ströhl, Chef des Filmfest München, und sein Team keine Angst und versprechen zur 26. Ausgabe des hedonistischen Festivals an der Isarmeile viele cinéastische Entdeckungen. Vom 20. bis zum 28. Juni gibt es 237 Filme aus 41 Ländern zu sehen. Eröffnet wird mit „Die Klasse“ (es geht um den tapferen Lehrer einer Schule in einem Pariser Problemviertel), dem Gewinner der Goldenen Palme von Cannes. Der französische Regisseur Laurent Cantet will nach München kommen.

Für junge Talente aus aller Welt gibt es heuer erstmals den ARRI-Zeiss-Preis, dotiert mit 50000 Euro, neben dem bewährten CineVision Award (12000 Euro). Neue Werke präsentieren u.a. Jonathan Demme (Doku „Jimmy Carter – Man From The Plains“), Peter Greenaway (Rembrandt-Kunstkrimi „Nightwatching“), Brian De Palma („Redacted“), Barry Levinson („What Just Happened“ mit Robert De Niro), Francis Ford Coppola („Jugend ohne Jugend“, mit Alexandra Maria Lara).

Neu ist heuer die Reihe „Das Jahr des Drachen“, in der junge chinesische Regisseure auch unter persönlichem Risiko die harte soziale Realität im globalitätshörigen China darstellen: Es geht nur noch um Geld und Macht, der Einzelne ist nichts mehr wert. In der Reihe „Visiones Latinas“ gibt es – vor allem aus dem boomenden Filmland Mexiko – spannende Guerilla-Produktionen ganz junger Regisseure zu finden.

Große Erwartungen an neue Produktionen und freudige Wiedersehen mit Filmemachern verspricht die deutsche Reihe u.a. mit Marcus H. Rosenmüllers „Räuber Kneißl“, Katrin Seybolds Weiße-Rose-Doku „Die Widerständigen“, Hans Steinbichlers „Die zweite Frau“, Andreas Dresens Cannes-Darling „Wolke 9“ über Liebe im Alter.

Auch auf TV-Produktionen darf man sich freuen, u.a. auf Jo Baiers „Liesl Karlstadt und Karl Valentin“, Dominik Grafs „Süden und der Luftgitarrist“ (Ulrich Noethen als Kommissar Süden aus den München-Krimis von Friedrich Ani), Matthias Kiefersauers Familiendrama „Baching“ (im Vorjahr entzückte er mit „Das große Hobeditzn“) oder Wolfgang Panzers Neu-Adaption von Manfred Gregors Roman „Die Brücke“ (1957).

Der Bernhard-Wicki-Filmpreis Die Brücke geht heuer an Maria Noelle und Peter Sehr für „Die Frau des Anarchisten“. Die große Retrospektive ist dem genreübergreifenden bayerischen Künstler Herbert Achternbusch mit allen seinen poetisch-wüsten Filmen gewidmet. Und Peter Schamoni hat mit dem Künstlerporträt „Botero – Born In Medellin“ die Ehre des Abschlussfilms. Zur Gala am 28. Juni werden auch Fernando Botero und Film-Erzähler Mario Adorf erwartet.

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