Einstieg für Anfänger

Die Multi-Kulti-Familie aus „Türkisch für Anfänger” zieht aus dem TV ins Kino
| Pierre Jawaran
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Fuck, da stürzt man einmal auf einer einsamen Insel ab. Und keine geile Frau dabei!”, sagt Cem, während Lena neben ihm steht. Der klassische Beginn einer Liebesgeschichte?
Borah Dagtekin hat die TV-Serie „Türkisch für Anfänger” erfunden. Drei Jahre danach macht er aus der multikulturellen Patchwork-Familiengeschichte einen Spielfilm.

Die turbulente Story wird für Erstzuschauer auf Anfang gesetzt: Lena (Josefine Preuß), und Cem (Elyas M’Barek) landen auf einer Insel. Lena ist Feministin und Zicke aus Leidenschaft, Cem der personifizierte türkische Macho. Dagtekin dreht auch in der Kinoversion fleißig am Klischee-Karussell. Die Themen „Integration” und „kulturelle Unterschiede” werden ebenso durch den Kakao gezogen wie Alt-68er oder Ökofans. Dass der Film ironisch mit diesen Themen spielt, ist seine Stärke. Denn ernst nehmen darf man diese Neandertaler-Geschlechtsverhaltens-Geschichte nicht.

Doch die in der Serie so charmant pointiert überzeichneten Figuren verkommen hier leider zu Karrikaturen und sind einem so egal. Der Film bietet zwar zahlreiche Slapstick-Momente (Katja Riemann als Ureinwohnerin Uschi), verliert sich aber zu oft in Banalitäten-Klamauk, anstatt Tiefen der Figuren auszuarbeiten. So bewegt sich „Türkisch für Anfänger” in Turbulenzen, legt aber keine Bruchlandung hin.

Kino: Cadillac, CinemaxX, Leopold, Mathäser, Royal
R: Borah Dagtekin (D, 101Min.)

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