Die Bayerische Staatsoper will Gruberova halten

Der Intendant Nikolaus Bachler hofft aus weitere Auftritte der Sopranistin an der Münchner Oper
| Georg Etscheit
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Die Gruberova ist schlecht auf den Staatsopernintendanten Nikolaus Bachler zu sprechen. Muss in diesem Opernkrieg bald die Uno vermitteln?
dpa Die Gruberova ist schlecht auf den Staatsopernintendanten Nikolaus Bachler zu sprechen. Muss in diesem Opernkrieg bald die Uno vermitteln?

Die Koloratursopranistin Edita Gruberova soll nach dem Willen von Staatsopernintendant Nikolaus Bachler auch in Zukunft eine künstlerische Heimat an der Bayerischen Staatsoper haben. Es sei „nicht nur meine Aufgabe, sondern auch mein Wunsch, sie an diesem Haus zu halten“, heißt es in einem Schreiben Bachlers an Gruberovas Agenten Germinal Hilbert.

Bachler reagierte damit am Montag auf eine geharnischte Mitteilung Gruberovas, die sie am vergangenen Freitag der Presse zugespielt hatte. Darin bezichtigte die Künstlerin Bachler der Lüge und bekräftigte, am 27. Juli 2014 zum letzten Mal an der Bayerischen Staatsoper singen zu wollen.

Die Pressestelle sprach am Montag von einem „Missverständnis zwischen der Agentur, dem Künstlerischen Betriebsbüro und Herrn Bachler, was den Fortschritt der Vertragsverhandlungen betrifft“. Der Chef der Staatoper bedauerte in seinem Schreiben an Hilbert den öffentlichen Zwist. „Ich hoffe, wir können sie umstimmen, und werde die verabredeten Daten freihalten.“

Ihren endgültigen Abschied von der Staatsoper hatte Gruberova schon Anfang Februar bekannt gegeben und damit begründet, dass sie von dem Haus keine neuen Rollenangebote mehr bekomme und die Zahl ihrer Auftritte beständig reduziert werde. In einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Spielzeit 2012/2013 teilte Bachler in der vergangenen Woche auf Nachfrage mit, dass Gruberova für 2015 bereits Auftritte in Repertoirevorstellungen und bei den Opernfestspielen vertraglich fixiert habe.

„Bis heute gibt es keinen Vertrag mit der Bayerischen Staatsoper für 2015, geschweige denn einen unterschriebenen“, giftete die Diva daraufhin zurück. Das Schreiben trug die Überschrift „Nichts als
Lügen“.

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