Zaubershow "Magic": Lichter der Großstadt

Die Zaubershow "Magic" im Prinzregententheater präsentiert einen Querschnitt vom Karten- bis zum High-Tech-Trick.
| Mathias Hejny
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Baut eine coole Gangsterwelt auf: Sebastiano Toma umtost von Pyrotechnik.
München Event Baut eine coole Gangsterwelt auf: Sebastiano Toma umtost von Pyrotechnik.

München - Erst brennt dem Clown und Magier Ed Alonzo, der den Abend mit sympathischem Witz als Conférencier ohne Worte zusammenhalten wird, der Hut und dann fällt der Strom aus.

In der Dunkelheit spuken magisch illuminierte Gestalten und tanzen akrobatischen Hiphop. Es sind Mykyta Sukhenko und seine Tanzgruppe "Light Balance" aus der Ukraine, die das Schwarze Theater für das 21. Jahrhundert neu erfunden haben. Die schwarzen Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer tragen LED-Applikationen, deren Farbe und Leuchtkraft computergesteuert sind.

Überwältigende Visualisierungen

Der Effekt ist überwältigend und macht die Eröffnungsnummer des elften Jahrgangs von "Magic! - Zauber der Illusion" im Prinzregententheater zur visuellen Sensation. Wie in jedem Jahr steht die Inszenierung von Stefan Warmuth unter einem Thema, aus dem sich die Nummern mehr oder wenig dicht aus der Situation heraus entwickeln. Das konnte der Weihnachtsmarkt einer bayerischen Kleinstadt sein oder, wie im vergangenen Jahr, die ganze Welt. Heuer spielt die Show in der "Magischen Großstadt".

In den meist nächtlichen Szenerien mit sich in den Himmel reckenden Häusern und Theatern, die "Casino" oder "Orpheum" heißen, beschwört Sebastiano Toma in seiner bühnenfüllenden Videoanimation Metropolen wie Paris, London oder New York. Vor allem mit Letzterer verbinden sich auch Kriminalität und die rasanten Verbrecherjagden in Straßenschluchten. Inspiriert von den amerikanischen Gangsterfilmen lässt sich Alexis Arts von der Polizei verfolgen.

Schattenspiel, Zauberkunst, Entfesselungskunst - es ist alles geboten

Natürlich haben die Cops keine Chance, denn die Spezialität des italienischen Illusionisten nennt sich "Escapologie". Gemeint ist Entfesselunskunst, mit der sich der Bösewicht umtobt von funkensprühender Pyrotechnik sogar vom Elektrischen Stuhl wegzaubern kann. Sein Landsmann Simone Al Ani hingegen lässt es ruhiger angehen. Eher meditativ ist die Wirkung, die er mit Glaskugeln und silbrigen Reifen jenseits der Schwerkraft erreicht.

Der Franzose Nestor Hato zeigt klassische Close-ups mit Spielkarten, die nach wie vor verblüffen. Sehr lässig lässt er ganze Kartensätze aus fliegenden Papierfetzen entstehen oder aus Blitzen, die er schleudert. Eine Hommage an die traditionelle Zaubererkunst ist auch der Act von Lecusay Martin in elegantem Anzug mit Fliege und Zauberstab.

Der freundliche Kölner aus Kuba amüsiert mit seinen kleinen Pannen, aus denen immer wieder kleine Schirme entstehen. Und dann gibt es noch das gute alte Schattenspiel, aus dem der Spanier Hector is Magic fantastische Nummern im großen Format hervorspielt, bei denen er und seine Partnerinnen geheimnisvoll verschwinden und wieder erscheinen.


Prinzregententheater, heute bis Freitag, 15.30 und 19.30 Uhr, 089 936093

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