Was Josef E. Köpplinger in der Saison 2016/2017 plant

Was Josef E. Köpplinger und das Staatstheater am Gärtnerplatz in der neuen Spielzeit planen Das Jammern macht die Welt nicht besser“
| Robert Braunmüller
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Josef E. Köpplinger stellt das Programm der neuen Spielzeit vor.
Zach Josef E. Köpplinger stellt das Programm der neuen Spielzeit vor.

Was Josef E. Köpplinger und das Staatstheater am Gärtnerplatz in der neuen Spielzeit planen

Das Jammern macht die Welt nicht besser“, sagt Josef E. Köpplinger. Dabei hätte der Intendant durchaus Grund zur Klage: Auch seine 151. Saison seit Gründung spielt das Gärtnerplatztheater in Interims-Spielstätten. Die Eröffnung des renovierten Stammhauses ist zum 152. Geburtstag am 4. November 2017 geplant. Damit ist noch ein bisschen Luft gewonnen – vom zuletzt verkündeten Herbst bis zum Spätherbst.

Köpplinger eröffnet die kommende Spielzeit am 7. Oktober mit einer konzertanten „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill im Circus Krone. Brigitte Hobmeier übernimmt als Gast die Spelunkenjenny, Andreas Kowalewitz dirigiert.

Der 151. Geburtstag des Theaters wird am 4. November in der Reithalle mit der Uraufführung von Johanna Doderers „Liliom“ begangen – die Musik ersetzt als tönendes Schweigen die Sprachlosigkeit der Figuren des von Köpplinger selbst eingerichteten Dramas von Ferenc Molnár. Mit dieser Uraufführung sollte ursprünglich das renovierte Gärtnerplatztheater wiederöffnet werden.

Einen knappen Monat später inszeniert Torsten Fischer dann in der Reithalle das erste Musical der Geschichte: Henry Purcells „King Arthur“. Am 18. Januar gibt es dort halbszenisch „Die Perlenfischer“ von Georges Bizet. Genau 99 Jahre nach der letzten Aufführung spielt das Gärtnerplatztheater dann Emmerich Kálmáns „Die Faschingsfee“ – eine Operette über den Münchner Fasching, die während dieser Zeit in der Alten Kongresshalle auf der Theresienhöhe in einer Inszenierung Köpplingers gezeigt wird.

Sehr gute Auslastungszahlen

Am 9. März gibt es in der Reithalle eine weitere Uraufführung: „Frau Schindler“ von Thomas Morse – ein Werk über die Ehefrau des Industriellen, der im Zweiten Weltkrieg rund 1300 Juden durch die Beschäftigung in seinen Rüstungsbetrieben rettete. Im Mai erfüllt sich Köpplinger einen persönlichen Wunsch: Er hat endlich die Rechte für Andrew Lloyd Webbers Musical „Jesus Christ Superstar“ bekommen, das er als Parabel auf das Verhältnis von Politik und Religion inszenieren möchte.

Die Spielzeit endet mit einem Abschied: Marco Comin dirigiert als letzte Premiere die „Don Giovanni“ im Cuvilliéstheater. Köpplinger hat den Vertrag nicht verlängert, weil er einen Chefdirigenten möchte, der für Oper und Operette in gleicher Weise offen ist.

Mozarts Meisterwerk inszeniert Herbert Föttinger, der Direktor des Theaters in der Josefstadt. Das Ballett bringt einen sinfonischen Abend unter dem Titel „Jean und Antonin“ zu Musik von Sibelius und Dvo(r)ák. Zwei ursprünglich geplante Premieren musste Köpplinger wegen der Probleme am Bau verschieben. Derzeit läuft alles nach Plan, und auch die wegen einer unvorhergesehenen Absenkung des Bühnenturms defekte Drehbühne dürfte nach einer kleineren Renovierung wieder funktionieren. Aber letzte Gewissheiten gibt es in diesen Fragen nicht.

Das neu formierte Ensemble hat 22 Mitglieder und feste Gäste – darunter bekannte Namen wie Jennifer O’Loughlin, Daniel Prohaska, Bettina Mönch, Sigrid Hauser und Erwin Windegger sowie neue Gesichter wie Sophie Mitterhuber, Lucian Krasznec und Camille Schnoor. Über die Auslastung kann sich Köpplinger nicht beklagen – sie liegt bei 96 Prozent.  

Details zur neuen Spielzeit unter www.gaertnerplatztheater.de

 

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