Getränke, Sitzunterlagen, Tickets: Was bei der Wagner-Übertragung am Max-Joseph-Platz erlaubt ist

Bei "Oper für alle" wird am Samstag Richard Wagners Musikdrama „Die Walküre“ auf den Max-Joseph-Platz übertragen. Was Sie als Besucher wissen müssen
von  Robert Braunmüller
Oper für alle im Sommer 2024 am Max-Joseph-Platz
Oper für alle im Sommer 2024 am Max-Joseph-Platz © Geoffroy Schied Photography

Über Wagner und Wagner-Inszenierungen kann man ganz wunderbar streiten. Während einer Vorstellung wird das natürlich weniger gern gesehen. Aber bei einer Übertragung aus dem Nationaltheater auf den Max-Joseph-Platz ist das anders. Und ein Getränk dürfen Sie dabei auch in der Hand halten.

"Oper für alle" ist ideal für Sie, wenn Sie Ihre Bereitschaft zu einem Besuch im Nationaltheater gratis testen wollen. Oder wenn Sie sich einen Eindruck von Wagners Musik verschaffen wollen.

Und damit Sie wissen, was Sie am Max-Joseph-Platz bei freiem Eintritt erwartet: Bayerns Kunstminister Markus Blume ließ sich beim Staatsempfang nach der Premiere zu dem Satz hinreißen, es sei die heißeste und längste Festspielpremiere gewesen, die er im Amt erlebt habe - und vielleicht sogar die beste.

Die Regeln für das Open Air

Dirigent der Aufführung ist wie in der Premiere Vladimir Jurowski, der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Die Hauptrollen sind mit Joachim Bäckström (Siegmund), Nicholas Brownlee (Wotan), Irene Roberts (Sieglinde) und Miina-Liisa Värelä (Brünnhilde) besetzt.

Die Übertragung der "Walküre" aus dem Nationaltheater beginnt um 17 Uhr. Es ist die bereits 30. Veranstaltung dieser Reihe, die 1997 vom damaligen Intendanten Sir Peter Jonas nach britischem Vorbild begründet wurde. Sie wird entscheidend mitfinanziert von BMW, dem Hauptsponsor der Bayerischen Staatsoper. 

Das Rondell des Max-Joseph-Platzes wurde umgestaltet - statt auf harten Isarkieseln sitzen Sie nun auf Rasen- und Asphaltflächen. Bitte beachten Sie: Das Mitbringen von Glasflaschen und Getränkedosen ist nicht erlaubt. Getränke in PET-Flaschen (max. 0,5l) dürfen mitgebracht werden.

Das Mitbringen von jeglichem Mobiliar wie Klappstühle ist nicht erlaubt. Bitte nehmen Sie zum Sitzen eine Unterlage mit, die nicht dicker ist als 8cm. Luftmatratzen oder ähnliche dicke Sitzgelegenheiten sind nicht erlaubt.

Die Aufführung dauert - einschließlich Pausen - etwas mehr als fünf Stunden. Sie befinden sich übrigens mehr oder weniger am Originalschauplatz, denn die Oper wurde am 26. Juni 1870 im damaligen Königlichen Hof- und Nationaltheater uraufgeführt - gegen den Willen des Komponisten, der den vierteiligen Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen" erst fertigstellen und in einem eigenen Festspielhaus aufführen wollte. Aber er hatte seinem Mäzen Ludwig II. die Partitur geschenkt und damit eine Aufführung möglich gemacht.

Bleiben Sie bis zum dritten Akt!

Im dritten Akt beim Walkürenritt liefert Tobias Kratzers Neuinszenierung, was in der Kinobranche "Fanservice" genannt wird. Das sollten Sie nicht verpassen. Bleiben Sie also - denn der zweite Akt zieht sich ein wenig, wie sogar Wagnerianer eingestehen.

Die Wetterberichte versprechen Sommerwetter mit mäßiger Bewölkung bei 25 Grad - also ideale Bedingungen. Die Staatsoper weist darauf hin, dass es gemäß einem Beschluss des Kreisverwaltungsreferats nicht gestattet ist, das Veranstaltungsgelände mit harten oder sperrigen Gegenständen wie Glasflaschen, Stühlen, Hockern oder Kinderwagen zu betreten. Auch das Mitführen von Hunden ist nicht gestattet.

Die Trambahnlinien 19 und 21 verkehren am 4. Juli 2026 zwischen 14 Uhr und ca. 23.30 Uhr nicht auf dem Streckenabschnitt zwischen Maxmonument und Lenbachplatz. Auf dem Platz werden Speisen und Getränke verkauft. Die Toiletten befinden sich außerhalb des Veranstaltungsgeländes in der Residenzstraße und Am Hofgraben.

Wenn Sie die Vorgeschichte zur "Walküre" genauer kennenlernen wollen, müssen Sie in einem Jahr wiederkommen: Ab 17. Juli 2027 wird ab 20 Uhr "Das Rheingold" übertragen. Dann haben Sie den halben "Ring" geschafft, zu dem noch die beiden Fünfstünder "Siegfried" und "Götterdämmerung" zählen.

Die Aufführung wird nicht nur auf den Platz übertragen, sie ist auch als Livestream auf staatsoper.tv zu sehen.

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