Die Zauberschau "Magic!"

Die Zaubershow „Magic!“ mischt Prinzregententheater Witz mit großen Illusionen
| Robert Braunmüller
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Der Niederländer Christian Farla in seinem Zauberschloss.
MünchenEvent Der Niederländer Christian Farla in seinem Zauberschloss.

Erst eine Viertelstunde ist vergangen, und schon wurde ein Hubschrauber aus dem Nichts zwischen zwei mit Stoff bespannten Rahmen auf die Bühne gezaubert. Kein echter Hubschrauber natürlich, aber immerhin ein ausgewachsenes Modell von nahezu lebensechter Größe. Und wer sich da schon fragt, was danach als Steigerung noch kommen soll, den überrascht die knapp zweistündige Show „Magic! Zauber der Illusion“ bis zum Schluss.

Damen durchstechen, erscheinen und wieder verschwinden lassen

Der Niederländer Christian Farla kann Damen durchstechen, erscheinen und wieder verschwinden lassen. In einem Zauberschloss befreit er sich, kopfüber hängend, aus einer Zwangsjacke. Er kann Damen nicht nur in der Luft schweben lassen, er ist auch dazu fähig, selbst emporzufliegen und ihnen eine Rose zu überreichen.
Den ehrwürdigen, aber immer wieder schönen Trick der zersägte Jungfrau gibt es in dieser Show in mehreren Variationen einschließlich einer parodistischen, aber auch ein bisschen gruseligen Hexenverbrennung.

Komische Auftritte im Comicladen

Den locker geschürzten roten Faden der von Stefan Warmuth inszenierten Show bilden die komischen Auftritte von Ed Alonso und der als Videoprojektion (Domenico Toma) gegenwärtige Schauplatz, ein Comicladen. Wenn dessen Besitzer (Magus Utopia) zuletzt im Traum von den Objekten seiner Begierde ein wenig gepiesackt wird, ist das nicht nur effektvoll, es sorgt bei jüngeren Zuschauer für jenen Schauder, der wohlig bleibt.

Für Familien und Kinder ab 10 Jahren optimal

Auch sonst ist „Magic!“ für Familien und an Zauberei interessierte Kinder ab 10 Jahren optimal. Weil im Moment auch wieder „Star Wars“ Saison hat, passt Jerry Pilars Lasershow samt ihrer bombastischen Musik bestens in dieses Programm.

Kleine Pannen zeigen, wie wie schwer das scheinbar Leichte ist

Ein ursprünglich angekündigter Magier fehlte, bei einem anderen hatte man in der Premiere für Bruchteile einer Sekunde den Eindruck, der Bühnennebel würde etwas enthüllen, was der Zuschauer eigentlich nicht sehen sollte. Aber erst bei solchen kleinen Pannen merkt man, wie schwer das scheinbar Leichte der Magierkunst eigentlich ist.

Cocktailkirsche auf das Sahnehäubchen

Spektakuläre Großillusionen, ein Drittel Komik und eine Prise Geisterbahn sind die Zutaten zu einem perfekt gemixten Überraschungscocktail. Dass am Ende, wenn Farla ein letztes Mal vier Damen aus dem Nichts herbeizaubert, auch noch das Prinzregententheater im Hintergrund verschneit erscheint, setzt die Cocktailkirsche auf das Sahnehäubchen.
    
Bis zum 4. Januar, täglich 15.30 und 19.30 Uhr, Restkarten (39 bis 69 Euro unter tel. 93 60 93 und bei Münchenticket

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